Traumzauberbaum – Reinhard Lakomy gestorben

Lakomy TraumzauberbaumAls „Wessi“ bin ich ja doch zugegeben sehr spät zum Traumzauberbaum gekommen und Barockmusik ist es auch nicht, aber trotzdem eine traurige Nachricht: Gestern, am 23. März ist Reinhard Lakomy im Alter von 67 Jahren verstorben. Uns ist sein Traumzauberbaum vor allem auf den weiten Autofahrten aus dem Bergischen Land nach Berlin ein treuer Begleiter, der nicht nur die Kinder erfreut.

Vor allem in der DDR ist Lakomy ein Star gewesen, der ganze Generationen dort mit seinen Lieder geprägt hat.

http://www.traumzauberbaum.de/

Der Hochschulverband verleiht Auszeichnungen

Der Deutsche Hochschulverband hat in Leipzig gestern vier Preise vergeben: „Nachwuchswissenschaftler des Jahres“, „Hochschullehrer des Jahres“, „Präsident/rektor des Jahres“ und „Wissenschaftsministerin des Jahres“. Was mich schon in der Pressemitteilung ein wenig stört ist diese „Partneritis“ bei den Preisverleihungen. Für (fast) jeden einen Extra-Sponsor, der auch dementsprechend Raum bekommt. Vom Karriereportal der ZEIT bis hin zu Microsoft, die beim Rektor des Jahres mit dabei ist.
Da wirkt es dann schon fast amüsant, dass beim Hochschullehrer des Jahres, Prof. Dr. Klaus Lieb, hervorgehoben wird, dass er Gründungsmitglied des Ärztenetzwerks „MEZIS – Mein Essen zahl‘ ich selbst!“ ist – vielleicht sollte der DHV da auch einmal drüber nachdenken.

Die Preisträger werden jeweils in einer Umfrage der DHV-Mitglieder ermittelt.

Aber ich will nicht weiter unken – anbei die Presiträger:

Nachwuchswissenschaftler des Jahres
Die mit 2.000 Euro prämierte Auszeichnung erhielt der gehörlose Chemiker aus den Händen des Zeit-Verlag-Geschäftsführers, Dr. Rainer Esser, für seine Forschungsleistungen, die Übersetzung von wissenschaftlichen Fachbegriffen in Gebärdensprache und sein Engagement für den Aufbau einer „European DeafUniversity“.

Hochschullehrer des Jahres
Professor Dr. Klaus Lieb, seit 2007 Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz.

Präsident/Rektor des Jahre 
Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin

Wissenschaftsministerin des Jahres
Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg

Weitere Informationen: www.hochschulverband.de

Google Reader wird eingestellt

Diese Nachricht macht heute die große Runde – Google stellt sein Produkt „Google Reader“ zum 01.07. ein. Mich machte heute morgen auch ein Popup in meinem Google Reader darauf aufmerksam, mit dem freundlichen Hinweis, wie ich via Google-Takeout meine Daten exportieren kann.

Der Google Reader ist ein Tool, das Nachrichten von Webseiten via RSS empfängt und in einer übersichtlichen und dezent gehaltenen Weboberfläche im Browser darstellt. Die Feeds sind in Ordner organisierbar, können verschlagwortet werden und sind vor allem auch ohne Maus nur über die Tastatur durchblätterbar.

Den Google Reader nutze ich glaube ich seit seinem Erscheinen (2006) und er gehört zu den Diensten bei Google, die ich seitdem so ziemlich jeden Tag mindestens einmal aufgesucht habe. Unter der Woche gehört der Google Reader zum morgendlichen Ritual im Büro – bei einer Tasse Kaffee sich in 15 Minuten einen Überblick verschaffen, in Themen reinschauen, interessante Artikel finden. Mehrfach umorganisiert enthält mein Google Reader inzwischen wenige Folder, die interessanterweise aber bei mir zu 90 Prozent eher Berufsthemen umfassen. Ich habe so ziemlich alle RSS-Feeds der universitären Pressestellen eingesammelt, lese darüber viele IT-Feeds, einen Stapel interessante IT-Blogs und habe noch eine eigene Kategorie in der ich E-Learning-Feeds abonniert habe.

Für mich viel Zeit, die ich jeden Tag mit einem Google Tool verbracht habe, interessanterweise geht es vielen Menschen, denen ich auf Twitter/Google+ und Facebook folge ähnlich: RSS ist für uns nicht „tot“ und wir machen uns jetzt auf die Suche nach Alternativen. In die RSS-Szene kommt jetzt vermutlich etwas mehr Schwung, nachdem zuletzt die meisten doch einfach den Google Reader genommen haben, da das schlicht das beste Tool am Markt war (umsonst dazu). Aber – da bin ich mir mit den meisten Kollegen auch einig – das umsonst ist kein entscheidendes Argument, sprich – der nächste RSS-Reader darf gerne auch etwas kosten, wenn ich dafür ein gutes Produkt nutzen kann.

Von daher – wenn jemand Tipps hat, bitte in die Kommentare, bin für jeden Hinweis dankbar. Viele der RSS-Seiten sind derzeit ziemlich überlastet, da offensichtlich einige auf der Suche nach Alternativen sind.
Meine Randbedingungen sind: Schlichtes Layout, keine Platzverschwendung (ich möchte explizit kein „newspaperlike“), kein grafischer Schnickschnack, ich möchte schnell viele Informationen durchblättern können, Keyboard-Shortcuts sind ein Muss, sollte mobil auf Android und IOS auch funktionieren.
Aktuell schaue ich mir Newsblur an – dort kämpft man aber mit Lastproblemen – vermutlich aufgrund der vielen anderen Wechselwilligen.

Mobilität von Lehrern

Ein kurze Meldung – für manchen Lehrer vielleicht interessant: Auf der letzten Kultusministerkonferenz wurde das Thema „Mobilität von Lehrern“ wieder einmal thematisiert. Die Einigung sieht vor, dass bis zum Jahresende die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Lehrer einfach(er) das Bundesland wechseln können. Vor allem der Vorbereitungsdienst wird nun wechselseitig anerkannt. Damit sollte man ab dem kommenden Jahr z.B. sein Referendariat auch in einem anderen Bundesland ohne Schwierigkeiten absolvieren können.

Wie das in der Praxis klappt, wird sich dann zeigen. Das Thema ist ja quasi der Bologna-Prozess eine Stufe weiter. Ziel ist Vergleichbarkeit, Anerkennung von Ausbildung/Abschlüssen und letztendlich mehr Mobilität. Dass das in der Praxis nicht immer direkt klappt, zeigen die „neuen Studiengänge“.

Weitere Informationen