Nacht der Technik Köln

Nacht der Technik Köln

Ein Hinweis für LeserInnen aus dem Rheinland: Am 14. Juni ist Nacht der Technik Köln. Die Nacht der Technik findet in diesem Jahr zum vierten Mal in Köln Stadt. Insgesamt beteiligen sich über 50 Unternehmen an der Nacht.

In knapp zwei Wochen wird unter nacht-der-technik.de das komplette Programm veröffentlicht, es gibt zum Teil kostenpflichtige (und teilnahmebegrenzte Führungen) – von daher, wer sich für das Thema interessiert, sollte sich die Termine schon einmal vormerken.

Logo TU Berlin

Große Owncloud Installation an der TU Berlin

Das Thema Cloud und Cloud-Speicher sind ja weiterhin topaktuell. Gerade im universitären Umfeld sind die Angebote bei denen die Daten nicht im europäischen Raum abgelegt werden und man nicht genau weiß, wer noch alles Zugriff auf die Daten hat, eigentlich nicht einsetzbar.

Die Tendenz geht daher an vielen Orten in Richtung der sogenannten Private Cloud, sprich man möchte natürlich die Vorteile eines Cloud-Dienstes nutzen, d.h. Verfügbarkeit der Daten auf vielen Geräten, die Daten werden synchron gehalten und gleichzeitig ist gemeinsame Arbeit bzw. Datenaustausch möglich.

Eine mögliche Lösung sieht dann so aus, dass universitäre Einrichtungen einen entsprechenden Dienst selbst betreiben: Die Daten bleiben in der Hochschule, die Cloudfunktionen stehen zur Verfügung. Eine aktuell beliebte Möglichkeit ist das mit der Software Owncloud umzusetzen. Damit testen derzeit einige Einrichtungen, an der TU Berlin ist man jetzt einen Schritt weiter gegangen und hat Cloudspeicher an der TU Berlin auf Basis der Owncloud produktiv genommen.

Studierende erhalten 10 Gigabyte Speicher, Mitarbeiter 50 Gigabyte, da wünsche ich dem Dienst viel Erfolg, aus meiner Sicht ein Schritt in die richtige Richtung, ein technisch vergleichbarer Service wie Dropbox und Co, datenschutzrechtlich aber einfach nicht mit den Problemen behaftet und unter Kontrolle eines Hochschulrechenzentrums.

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TU Berlin: Owncloud

Bildung

Open Access Journal iTeL

Letzte Woche wurde das Open Access Journal „iTel“ in Nachfolge der Zeitschrift für E-Learning gegründet. Auf dem „Gründungsfoto“ im Blog bei Peter Baumgartner findet man viele bekannte Gesichter aus der deutschsprachigen E-Learning-Szene (Claudia Bremer, Gabi Reinmann, Andrea Back, Anne Thillosen, Beat Döbeli Honegger, Martin Ebner, Olaf Zawacki-Richter, Theo Bastiaens, Peter Baumgartner, Burkhard Lehmann, Isa Jahnke), um sie alle einmal aufzuzählen.

Ein wichtiger Schritt und wie ich finde ein sehr gutes Signal hier mit einem richtigen Open Access-Titel an den Start zu gehen.

Die erste Ausgabe dürfen wir im Herbst nächsten Jahres erwarten, aktuell werden die nötigen organisatorischen Dinge „drumherum“ angegangen incl. Etablierung von Peer Review-Prozessen.

Mit dem Namen „iTeL“ bin ich noch nicht recht warm geworden – vermutlich bin ich jetzt zu lange hier im Hochschulrechenzentrum tätig, ich höre da immer „ITIL“ und das ist bei mir … nun sagen wir einmal „besetzt“.

Aber ich bin gespannt und wünsche viel Erfolg – wie Peter Baumgartner so schön schreibt kann man den Erfolg versuchen mit abzusichern, in dem man die Initiative z.B. finanziell unterstützt.

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Konferenz Qualität in der Lehre

Das BMBF richtet Anfang Juli in Berlin die erste Programmkonferenz im Rahmen des Programms „Qualitätspakt Lehre“ aus. Die Konferenz richtet sich in erster Linie an die in den Hochschulen verantwortlichen für das Programm.

Die Tagung ist hochkarätig besetzt, Ministerin Wanka macht die Eröffnung – vielleicht ist der Tagungshinweis für einige interessant.

Weitere Informationen auf den Seiten des BMBF

Gemeinsame Wissenschaftskonferenz: Mehr Geld für Hochschulen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) mit Sitz in Bonn hat auf ihrer Sitzung letzte Ende letzter Woche eine Fortschreibung (und Aufstockung) des Hochschulpakts beschlossen.

Bisher sind das erst einmal Ankündigungen und Absichtserklärungen – die Länder wollen in gleicher Höhe wie der Bund acuh mitfinanzieren. Wie so oft bleibt an dieser Stelle zu sagen: Hoffentlich wird das wenigstens auch in dieser Form umgesetzt, nicht dass sich die Bereiche das später schönrechnen und dann doch weniger zusätzliches Geld in die Hochschulen fließt.
(Als Mitarbeiter einer Hochschule habe ich natürlich einen etwas „gefärbten“ Blick, den ich an dieser Stelle auch nicht aufgeben mag – die Hochschulen brauchen dringend mehr Geld, vor allem im Hinblick auf as „Mehr“ an Studierenden, das uns in den nächsten Jahren erwartet).

Neben dem Hochschulpakt gab es auch Beschlüsse zur „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ und dem Bereich der Finanzierung der Unikliniken.

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Friedrich Jahresheft: Schule und Armut

Unter dem Titel „Schule und Armut – wenn Armut Schule macht“ ist im letzten Monat das Jahresheft des Friedrich Verlages erschienen. Nachfolgend die Presseinfo des Friedrich-Verlages – vielleicht ist das Thema und das Heft für einige unserer LeserInnen interessant:

„Kinder und Jugendliche aus armen Verhältnissen haben nicht dieselben Chancen wie ihre Altersgenossen. Sie laufen in unserer Wissens- und Informationsgesellschaft Gefahr, an den Rand gedrängt zu werden. Wenn Armut mit Bildungsarmut einhergeht, trifft dies den Nerv der Schule. Ein Armutszeugnis  für die Bildungsgerechtigkeit. Diesem brisanten Thema widmet der Friedrich Verlag seine Jubiläumsausgabe: das Friedrich Jahresheft 2013. Ein Heft von hohem Informationswert, das sich kritisch mit dem Thema „Schule und Armut“ auseinandersetzt und Wege aufzeigt, den verhängnisvollen Kreislauf von Einkommens- und Bildungsarmut zu durchbrechen.

Kinder- und Jugendarmut sind keine Ausnahmeerscheinung und haben gravierende Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit der Schüler und den Unterricht. Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen werden täglich mit diesem Thema konfrontiert. Wie sollen Lehrkräfte damit umgehen, wie erkennen sie die Not der Armut und was können sie tun? Das Friedrich Jahresheft thematisiert, was Armut konkret für die Schule und den Unterricht bedeutet. Das Heft informiert über Armutsphänomene unserer Zeit, zeigt die damit verbundenen schulischen Risiken auf und bietet wertvolle Anregungen, betroffene Kinder und Jugendliche zu stärken. Praxisnahe Tipps und Unterrichtsbeispiele unterstützen und ermutigen Lehrkräfte, Armutsfolgen wie Bildungsbenachteiligung von Schülerinnen und Schülern erfolgreich entgegenzuwirken und neue Perspektiven zu eröffnen. Das Jahresheft „Schule und Armut“ wendet sich an Pädagogen aller Fächer und Schulformen. Das Heft erscheint beim Friedrich Verlag und ist über den Buchhandel sowie im Online-Shop unter www.friedrich-verlag.de erhältlich.“ (Quelle: Presseinfo Friedrich-Verlag)

WordPress: Schickes Backend mit MP6

Screenshot reticon WordPress-Backend

Screenshot reticon WordPress-Backend

Inzwischen fühle ich mich ja nach knapp vier Monaten Bloggen in WordPress nun auch in dieser Welt einigermaßen heimisch. Die Plugins hier auf reticon haben sich stabilisiert, aktuell fahren wir mit knapp 20 Plugins. Davon erweitern einige WordPress um wirklich sinnvolle Funktionen, ein paar sind aber auch schlicht „nice to have“.
Eines dieser „nice to have“ ist MP6, braucht man nicht, ist aber schick: Es führt ein neues UserInterface im Backend von WordPress ein – also in dem Bereich, in dem sich Admins und Autoren tummeln. Sprich, da kommen Sie als reticon-Leser gar nicht hin, dort bewege ich mich aber die meiste Zeit auf reticon, um hier schöne Texte und Bilder einzustellen.

Wie heiß es so schön, die meisten Admins lieben schwarz – das ist dann auch die erste große optische Änderung durch MP6 – dazu kommen dann aber viele Kleinigkeiten, das fängt bei einer anderen Schriftart, mit anderen Abständen an. Sehr schön ist auch die offizielle Beschreibung von MP6:

„This plugin is a secret; don’t tell anybody about it. […] Existence of this plugin will be officially denied […] (MP6 doesn’t stand for anything.)“

Das Plugin ist offiziell von den WordPress-Machern und wird dort im wesentlichen für die Weiterentwicklung des WordPress-Adminbereiches benutzt. Für den normalen „WordPress-Betreiber“ wird explizit davon abgeraten, das zu installieren. Aber von solchen Warnungen haben wir uns ja noch selten aufhalten lassen. Von daher, ich finde das lohnt mehr als einen Blick für diejenigen, die auch ein WordPress-Blog betreiben. Hier auf reticon läuft das seit einigen Tagen und ich bin ganz zufrieden mit der neuen Optik.

(Danke für den Hinweis, gefunden nebenan bei Caschy)

Und von nun an werde ich nach und nach einmal die Dinge vorstellen, die wir hier in unserem WordPress getan haben, vielleicht sind ja ein paar Ideen/Plugins dabei, die jemand da draussen auch weiterhelfen)

Lesetipp: „MOOCs are no education Panacea“

Da wir zuletzt hier einen kurzen Exkurs in Richtung MOOCs hatten, in diesem Zusammenhang ein Lesetipp: Wayne Schulz (u.a. Associate Vice President for outreach an der Penn State University). Die Penn State ist eine der ganz frühen („early adaptors“) im Bereich E-Learning und gehört auch zu den ersten, die mit MOOCs experimentieren. Im Forbes Leadership Forum gibt es aktuell einen interessanten Artikel von Wayne Schulz:

MOOCs Are No Education Panacea, but Here’s What Can Make Them Work

(via: Tracy L. Bissette)

Nachrichten in leichter Sprache

Nachrichten in einfacher Sprache

Nachrichten in leichter Sprache

Nachrichten in leichter Sprache, Screenshot Webseite

Das Portal www.nachrichtenleicht.de ist seit Februar 2013 wieder regelmäßig dabei aktuelle Nachrichten in einfacher Sprache aufzubereiten. Die Webseite war zunächst als Projekt des Studiengangs „Online-Redakteur“ der FH Köln durch Prof. Petra Werner online gegangen. Nach dem Projektende wurde das Portal in Kooperation mit dem Deutschlandfunk fortgeführt – inzwischen kümmert sich der Deutschlandfunk um die regelmäßigen Aktualisierungen.

Einmal pro Woche an jedem Samstag aktualisiert der Deutschlandfunk die Webseite mit neuen Nachrichten. Die Seite ist dabei in 5 Rubriken aufgeteilt (Start, Nachrichten, Kultur, Vermischtes und Sport). Pro Kategorie werden im Schnitt drei Meldungen angeboten. Die Meldungen selbst sind dann in leichter Sprache formuliert, zudem kann man sich alle Texte auch von Sprechern gelesen anhören. Die Texte sind dabei so langsam gelesen, dass Lerner gut versuchen können, sich parallel zum Vorgelesenen im Text zu orientieren.

Die Seite kommt in klassisch, schlichtem Layout sehr aufgeräumt und übersichtlich daher, zu jedem Beitrag werden darüberhinaus einzelne Begriffe aufgegriffen und separat erläutert.

Ein wirklich rundes Angebot, das z.B. auch in Alphabetisierungskursen vermutlich sinnvoll einzusetzen ist. Schön, dass der Deutschlandfunk das Projekt der FH Köln aufgriffen und zu einer dauerhaften Einrichtung gemacht hat.

(Der Vollständigkeit halber: Mit der APOLL-Zeitung gibt es noch eine weitere regelmäßig erscheinende leicht lesbare Nachrichtenlektüre. Im Projekt APOLL war ich u.a. 2003-2006 daran beteiligt, schön zu sehen, dass es die APOLL-Zeitung noch gibt und mit nachrichtenleicht.de jetzt ein weiteres Angebot.).

Bildung

MOOC – Massive Open Online Courses

MOOC sind gerade ziemlich hipp – kostenfreie Online-Kurse mit teilweise immens hohen Teilnehmerzahlen. Die Welle schwappt gerade auf die europäische Bildungswelt. Während die einen darin die Zukunft sehen, der Stifterverband ein erstes Förderprogramm auflegt, beschäftigen sich andere durchaus kritisch mit dem neuen Phänomen.

Unterschieden wird dabei zwischen xMOOCs und cMOOCs, wobei die xMOOCs quasi klassische Online-Veranstaltungen mit Video, Testfragen etc. sind. cMOOCs entwickeln sich dagegen „freier“, die Teilnehmer sind aktiv eingebunden. Bei den Diskussionen und Erfahrungsberichten ist immer darauf zu achten auf welche Form man sich gerade bezieht, ob auf reine x oder cMOOCs oder Mischformen.

Einerseits haben sich die klassischen E-Learning-Plattformen an Universitäten in den letzten Jahren ganz allmählich durchgesetzt, dass sie in der Mehrzahl der Veranstaltungen an unseren Universitäten inzwischen zum Standard gehören würde ich jetzt nicht behaupten.
Mit MOOC zieht die Karawane dann aber schon weiter – MOOC werden meist über (externe) Plattformen realisiert, d.h. der Dozent ist nicht mehr auf der Uni-eigenen Plattform unterwegs, sondern wandert zum MOOC-Anbieter (Coursera, Class2Go und wie sie alle heißen).
Für mich setzt an dem Punkt die erste Zersplitterung an – bzw. die MOOC-Plattform wird zur Konkurrenz der lokalen E-Learning-Plattform. Der Dozent, der ein MOOC anbietet wird diesen ja vermutlich nicht gedoppelt auf der lokalen E-Learning-Plattform nochmals anbieten. Gleichzeitig wird die Universität sich überlegen müssen, ob sie die eigenen E-Learning-Welt MOOC-kompatibel machen soll?

CHE_150_o_rgbIn den CHE-News schreibt Jörg Dräger unter dem Titel „Aussitzen ist keine Option“ zum Thema MOOC. Er empfiehlt den Universitäten nicht nur zu beoachten sondern auszuprobieren (auch wenn Sinn, Zweck und Finanzierung derzeit so gut wie nicht geklärt sind). Für ihn ist das Teil einer Marketing-Welt:

„Denn der Wettlauf um Professoren, Studenten, Reputation und Ressourcen beschleunigt sich. Die Hochgeschwindigkeitsglobalisierung erreicht die universitäre Bildung, und man ahnt schon, wer gewinnen wird: die größten Tanker und die schnellsten Beiboote.“ (Jörg Dräger, CHE-News)

 

Screenshot Blog Baumgartner

Baumgartner zu MOOCs

Kritische Statements gibt es z.B. von Peter Baumgartner, der sich in zwei Beiträgen in seinem Blog äußerte und darüberhinaus auch einige Links zum Thema zusammengetragen hat:

„Ich wollten den Hinweis nur im Zusammenhang mit der Kritik, dass die didaktische und inhaltliche Realität von MOOCs keiner qualitativ hochstehenden Ausbildung entspricht, verstanden wissen. Ich wollte damit Kritikpunkte wie beispielsweise, dass MOOCs häufig kein weitergehendes Curriculum haben, dass die Überprüfung des Lernerfolgs und damit die Zertifizierung schwierig ist usw. relativieren. Ich wollte damit quasi als Gedankenexperiment vorschlagen eine andere (niedrigere) Messlatte einziehen, die nicht von den überzogenen werbewirksamen Sprüchen der MOOC-Betreiber dominiert wird. Dann wird nämlich deutlich, dass es objektive Potentiale gibt, die aber nicht so hoch angesiedelt sind, wie einige Leute bzw. Firmen es behaupten.“ (Baumgartner)

Ich bin momentan skeptisch ob Universitäten wirklich gut beraten sind, das Thema jetzt aktiv zu besetzen. Kombiniert man das Thema mit freien Lehrmaterialien OER erscheint es mir durchaus sinnvoll, aber da ist man ja auch an den Universitäten mit den eigenen Online-Kursen meist sehr weit weg von diesem Thema, warum das jetzt auf einer externen Plattform besser klappen sollte …

Ansonsten sehe ich eher die Zersplitterung der Inhalte, neue Plattformen, viele Tools und bin doch skeptisch ob das zum jetzigen Zeitpunkt für die meisten das „richtige Angebot“ ist. Die Breite der Dozenten nutzt auch weiterhin nur einen sehr knappen Ausschnitt der vorhandenen Tools, ob es da Sinn macht die nächste Plattform einzuführen. Gleichzeitig finde ich auch die für mich bisher nicht beantwortete Frage nach dem Finanzierungsmodell nicht unwichtig – wovon wollen denn die ganzen Plattformen, die MOOCs anbieten auf Dauer leben?