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reticon Bildung und Neue Medien
reticon - Bildung und Neue Medien

Peter Baumgartner, Sabine Payr
Verlag: Studien Verlag
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Mit diesem Werk von Peter Baumgartner, von dem wir in unserer Literaturliste schon ein Buch über Lernen mit Software besprochen haben, erhalten Sie einen umfassenden Einstieg in das wissenschaftliche Arbeiten. Der Titel suggeriert zwar, dass sich das Buch ausschließlich mit dem Netz der Netze auseinandersetzt, dem ist aber nicht so. Der Leser bekommt Ideen und Tipps an die Hand, die vom Konzipieren der Arbeit, über Zitatweisen, Erstellen der Arbeit bis hin zur Präsentation unterstützen. In all diesen Bereichen wird dann auf die Bedeutung der Neuen Medien eingegangen.
Wie benutzt man das Netz zur Recherche, welche Kommunikationsmöglichkeiten bieten die Dienste des Internet.
Das Buch gibt einen sehr guten Einstieg (gerade für Studienanfänger) in die Thematik des Wissenschaftlichen Arbeitens. Es ist optisch schlicht, aber sehr übersichtlich aufgemacht. Die beschriebenen Ideen werden oft durch anschauliche Grafiken unterstützt, die Orientierung in dem Buch erfolgt sehr intuitiv. Hilfreich für eine tiefergehende Beschäftigung mit einzelnen Aspekten ist auch die kommentierte Literaturliste am Ende des Buches.

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Umberto Eco
Verlag: UTB
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Wer Umberto Eco nur als Romanautor kennt, mag zuerst etwas verwirrt sein. Die Verwirrung lässt sich allerdings recht schnell beseitigen, denn Eco ist eigentlich in erster Linie Prof. für Literatur. Und vor diesem Hintergrund gibt er in diesem Buch Empfehlungen und durchaus auch Anweisungen, wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Dies geschieht in seiner unnachahmlichen Weise, mit Witz und Ironie, aber doch in weiten Teilen ernsthaft und kritisch, konstruktiv erzählt. Wer sich als Student an einer deutschen Universität den ultimativen Leitfaden erhofft, wird vielleicht enttäuscht. Eco kommt aus den Geisteswissenschaften und auf diesen Bereich bezieht er auch seine Empfehlungen. Das soll nicht heißen, dass nicht auch z.B. Wirtschaftswissenschaftler nützliche und sinnvolle Erkenntnisse aus diesem Buch ziehen können, beschrieben wird aber die doch eher den Geisteswissenschaften eigene Methode.
Zudem beziehen sich die Empfehlungen ausdrückliche auf das italienische Uni-System, man findet aber sehr viele Möglichkeiten, es auf hiesige Verhältnisse anzupassen.
Betrachtet man sich Rezensionen zu Ecos Buch, so findet man die unterschiedlichsten Meinungen, die einen konnten es für ihren Bereich überhaupt nicht verwerten, für andere war es das Buch, nach dem sie ewig suchten.
Wir würden es auf jeden Fall als Lektüre empfehlen, man sollte aber durchaus daneben noch ein paar weitere Werke konsultieren, die auf das jeweilige Fach und die Wünsche des Fachbereichs, der Universität, des Dozenten etc. abgestimmt sind.
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Friedrich Rost
Verlag: Opladen: Leske und Budrich 1997, 332 S. (=UTB für Wissenschaft, 1994)
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Warum wird schon wieder ein Buch über Lern- und Arbeitstechniken auf den Markt gebracht? Zu Recht läßt sich einwenden, daß bereits genug Literatur in den Regalen zu finden ist und Studierende, insbesondere Anfangssemester, aufgrund der hohen Vielfalt verwirrt werden. Oberflächlich betrachtet ist dieser Einwand korrekt, doch dieses für jeden erschwingliche Taschenbuch hat einen entscheidenden Vorzug: Es vereint technische Tips zum wissenschaftlichen Arbeiten, z.B. Lesen, Schreiben, Recherchieren, mit in einfacher und verständlicher Form dargestellten Hintergrundinformationen zum menschlichen Lernen und psychologischen Einflüssen auf die Arbeit.
Friedrich Rost lehrt an der Uni Berlin. Er hat es sich mit diesem Buch zum Ziel gesetzt, "klar und präzise [zu] sagen, wie zielorientierter und effektiv wissenschaftlich gearbeitet wird". Man kann guten Gewissens sagen, daß er diesem selbstgesetzten Anspruch gerecht wird.
In den Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten wird, was oftmals leider außen vor bleibt, auch der Einsatz von Computern und der große Informationspool Internet berücksichtigt. Der Autor gibt allerdings keine Einführung in die Arbeit mit Textverarbeitungsprogrammen oder Hintergrundwissen zum Internet, denn dies kann in so kompakter Form nicht zusätzlich geleistet werden und entspricht auch nicht dem Anspruch des Buches. Die Arbeit mit Datenbänken auf CD-ROM wird exemplarisch im Anhang erläutert, die Internet-Adressen, mit deren Vorhandensein geworben wird, sollten jedoch sorgfältiger auf Tippfehler überprüft werden. Neben der Problematik, daß sich das Internet täglich verändert und damit Adressenlisten schnell veralten, sollten gerade solche Listen auf Buchstabendreher, vergessene Teilangaben u.ä. durchgesehen werden, um größtmögliche Information zu bieten. Die Arbeit mit dem Buch wird Studierenden durch Kapiteleinleitungen und Zusammenfassngen vereinfacht. Am Ende jedes Kapitels stehen Arbeitsfragen, anhand derer die Lernenden das Erarbeitete kontrollieren können. Die einzelnen Kapitel sind auch optisch klar strukturiert, verschiedene Teilbereiche sind deutlich voneinander zu unterscheiden und ihre Funktion zu erkennen.
Das Taschenbuch gibt Studierenden Tipps zum Studium, zur Motivation und zum Lernen. Die Themen führen vom Lernen über Mitarbeit, Literatursuche und Texterstellung bis zur Vorbereitung auf mündliche oder schriftliche Prüfungen.
Im Anhang finden interessierte Studierende Informationsmaterial und Adressen zur Erziehungswissenschaft: fachspezifische Nachschlagewerke, Fachbibliographien, Zeitschriften, Datenbanken und Adressen erziehungswissenschaftlich relevanter Informationsanbieter. Ein Hinweis auf die Kriterien der Auswahl ist leider nicht zu finden.
Eine zweite Auflage des Buches sollte verstärkt die Arbeit mit elektronischen Medien berücksichtigen. Es gibt z.B. Software, die den konventionellen Karteikasten in seinen vielfältigen Funktionen ablösen kann und daher erwähnt werden sollte.
Abschließend ist ein großes Lob an den Autor und seine Mitarbeiter auszusprechen, da mit diesem Buch endlich eine wirkliche Hilfe für alle Studienphasen an die Hand gegeben wird. Auf dieses Buch sollten alle aufmerksam gemacht werden, die in irgendeiner Weise mit geis-teswissenschaftlichen Studiengängen zu tun haben. In erster Linie gilt das Buch Studierenden vom ersten Semester bis zum Examen, doch auch Lehrenden ist es anzuraten, sich einige Kapitel näher anzusehen, um Studierende besser begleiten zu können.
Die Rezension bezieht sich auf die erste Auflage des Buches, inzwischen ist eine zweite Auflage erschienen, die einige der genannten Kritikpunkte berücksichtigt hat.
Diese Rezension wurde von Cathrin Germing erstellt.
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