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reticon Bildung und Neue Medien
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Hartmut Gieselmann
Verlag: Offizin
Buch bei Amazon
Hinweis zum Buch vom OFFIZIN Verlag mit verschiedenen Rezensionen!

Hartmut Gieselmann Jahrgang 1971, ist Diplomsozial-wissenschaftler und Redakteur des unabhängigen Computermagazins "c't". In seinem Buch beschäftigt Gieselmann sich mit dem Thema "Computerspiele und Gewalt" unter dem besonderen Aspekt von Militarisierung.

Das Thema "Computerspiele und Gewalt" ist gerade seit Erfurt immer wieder kontrovers debattiert worden. Den brutalen, gewalthaltigen Computerspielen wurde und wird vorgeworfen, durch die inflationär verwendeten Bilder der Gewalt eine Verharmlosung von Gewalt zu betreiben und eine Abstumpfung der Spieler gegenüber realer Gewalt zu bewirken oder sogar jugendliche Gewalt ursächlich zu motivieren.

Gieselmann analysiert in seinem Buch hochrealistische Simulationen von Waffensystemen (Panzer, Flugzeug, Hubschrauber usw.) und Strategiespiele. Seine Kernthese lautet, dass Computerspiele nicht brutalisieren, sondern gerade die militärischen Computerspiele im Gegenteil ein entemotionalisiertes Verhältnis zur Gewalt propagieren und etablieren. Gewalt wird in diesen Spielen unter rein technischen und logistischen Aspekten der Leistungsdaten des eingesetzten Geräts thematisiert.

Gieselmann analysiert in seinem Buch hochrealistische Simulationen von Waffensystemen (Panzer, Flugzeug, Hubschrauber usw.) und Strategiespiele. Seine Kernthese lautet, dass Computerspiele nicht brutalisieren, sondern gerade die militärischen Computerspiele im Gegenteil ein entemotionalisiertes Verhältnis zur Gewalt propagieren und etablieren. Gewalt wird in diesen Spielen unter rein technischen und logistischen Aspekten der Leistungsdaten des eingesetzten Geräts thematisiert.

Gieselmann beschreibt und analysiert die Genres "Echtzeitstrategie", "First-Person-Shooter" (auch Ego Shooter oder 3-D-Shooter) und (Flug/Panzer/usw.) "Simulation". Diese werden sehr sachkundig und verständlich dargestellt, so dass sich dieses Buch gerade für Eltern, Lehrer und andere interessierte Laien sehr gut eignet, um einen Einblick in die Thematik und Funktion der verschiedenen Spiele zu bekommen.

Das Kapitel über FIRST PERSON SHOOTER besticht durch Informiertheit und eine klare Sprache: beispielsweise wird die Spielgeschichte von COMMAND AND CONQUER en detail erklärt, so das man einen tiefen Einblick bekommt, ohne selbst das Spiel bis ins letzte Level durchspielen zu müssen. Ebenso wird das berühmte COUNTERTRIKE sehr differenziert und ausführlich dargestellt.

Darüber hinaus erfährt man einiges über Entwicklungen und Zusammenhänge, über die selten berichtet wird. So z.B. über das Engagement des US Militärs im Bereich der Computerspiele. So unterhalten die US Marines eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung "PC Gaming", die Spiele und Simulationen zu Trainingszwecken erstellt.

Fazit: ein sehr gut geschriebenes Buch, bestechend durch die Detailkenntnis und differenziert in der Darstellung.

Hartmut Gieselmann: "Der Virtuelle Krieg. Zwischen Schein und Sein im Computerspiel" ist im Offizin Verlag erschienen. 170 Seiten kosten 14,80 EUR.