
Bislang führte der Weg zum Studium ausschließlich durch das Abitur. Das ändert sich: Im Zuge der der sogenannten Bologna-Reform öffnen sich die Hochschulen auch für Absolventen von Fachschulen oder für Berufstätige, die eine dem Studium ähnliche Ausbildung und Praxiserfahrung mitbringen. Die Süddeutsche stellt Eva Scheerer vor, die nach ihrer Ausbildung als Krankenpflegerin und einer Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin in Regensburg Medizin studiert hat.
SZ: Wurden Sie sehr streng beäugt?
Scheerer: Ich musste alle Scheine von Anatomie bis Biochemie planmäßig in den ersten zwei Semestern machen. Bedingung war auch, dass ich das Physikum in vier Semestern schaffe. Auch das hat geklappt. Das einzig Negative war eine Kommilitonin, die meinte, ich hätte es mir ja sehr einfach gemacht. Natürlich kann man sich fragen, ob meine Fachweiterbildungs-Note dem Abitur gleichwertig ist. Allerdings musste ich mich wegen der Auflagen ja besonders hineinknien. Das Physikum nach vier Semestern schafft nur ein Drittel aller Studenten.
Das ganze Interview in der Online-Ausgabe der SZ.
Tertullian