
Kleingruppen, kompetenzorientierte Prüfungsformen, praxisbezogenes Projektlernen - Unterrichten ist zur Unterhaltungsshow verkommen - findet Harald Martenstein und erklärt: "Ein guter Frontalunterricht bei einem guten Lehrer ist das Beste, was es gibt."
"Frontalunterricht ist schlecht? Wieso denn? Weil er undemokratisch ist? Das hat Mutter Natur natürlich verdammt undemokratisch eingerichtet, manche wissen mehr, andere weniger. Amputiert die Gehirne, verfüttert alle Gehirne an die Ziegen, dann haben wir die perfekte Demokratie. Ein guter Frontalunterricht bei einem guten Lehrer ist das Beste, was es gibt.
Die Bildungsreformer würden ja selbst Einstein nach Hause schicken, weil es undemokratisch ist, sich von Einstein Physik erklären zu lassen, von oben herab, stattdessen machen wir alle jetzt schön einen Methodenwechsel und hören dem Gelaber von, ich meine das nicht persönlich, irgendeinem Wichtigtuer zu."
Das ganze Plädoyer im aktuellen ZEIT Magazin.
Ein Auftritt im Internet macht aus einer Würstchenbude noch keinen Global Player.
Der Spiegel 11/99