
Aus Anlass der Verhaftung des US-Soldanten, der dem Internet-Portal Wikileaks das Video zuspielte, auf dem zu sehen ist, wie amerikanische Hubschrauber-Schützen Zivilisten erschießen, erläutert die FAZ die Hintergründe des Online-Projekts.
"Journalisten, die mit Wikileaks zusammenarbeiten, müssen technisch bewandert sein. Die Kommunikation erfolgt verschlüsselt, das gilt auch für die Dokumente. Gleichzeitig entbindet die Prüfung der Dokumente durch die Freiwilligen von Wikileaks den Journalisten nicht von der Pflicht, selbst zu prüfen und zu recherchieren. Denn anders, als die von Wikileaks im Internet veröffentlichten Dokumente es suggerieren, sind die anonymen Gaben unbekannter Whistleblower mitunter zusammengewürfelt. Im Fall der ehemals geheimen Maut-Verträge zwischen Toll Collect und der Bundesregierung, immerhin ein Konvolut von annähernd 10.000 Seiten, waren Hunderte von Dateien Informationsmüll. Erst nach dem Kontakt mit einem guten Dutzend Maut-Experten und dem Studium von Gerichtsunterlagen und Geschäftsberichten konnte das Puzzle zusammengesetzt werden, aus dem dann erst Artikel entstanden. Das muss nicht immer so sein, zeigt aber die Grenzen des Wikileaks-Projekts."
Der ganze Artikel Auf der DVD stand "Lady Gaga" in der Online-Ausgabe der FAZ
Isaac Newton