
Wo wir zuletzt auch hier auf reticon über den "Informationsoverload" diskutiert haben, kommt ein Interview in der FAZ mit dem Soziologen Dirk Baeker genau richtig.
"Soziale Netzwerke sind die Spielform der nächsten Gesellschaft. Hier kann jeder ausprobieren, was es heißt, im Medium der vernetzten Computer zu kommunizieren. Sie sind so wichtig wie die Computerspiele. Kommunikation, Interaktion und Wahrnehmung werden hier neu verschaltet, neue Befindlichkeiten und neue Begrifflichkeiten einstudiert. Spätestens hier und jetzt merken wir, dass Kommunikation den Menschen nicht nur geistig, sondern auch psychisch und physisch in Anspruch nimmt. " (Quelle: FAZ)
Der Artikel ist deutlich "theorielastiger" als unser doch sehr pragmatischer Ansatz. Baeker bezieht einen sehr differenzierten Ansatz und lässt sich in dem Interview nicht in irgendeine Ecke drängen. Gleichzeitig wehrt er sich auch in eine zu simple Medienkritik zu schwenken. Es bleibt zum Schluss, dass die Welt kompliziert ist - und durch Medien nicht einfacher aber auch nicht hyperkomplex wird. Die Probleme bleiben ähnlich (komplex).
Schiller aus Demetrius