
Der Regisseur Volker Heise hat in einem wahren Kraftakt ein ungewöhnliches Projekt realisiert, das heute im Fernsehen mitzuerleben ist:
Am 5. September 2008 schickt er achtzig Kamerateams auf den Weg, 24 Stunden lang den Tag verschiedener Menschen in Berlin zu begleiten.
Seit heute Morgen um sechs Uhr läuft nun dieser Film im Rundfunk Berlin-Brandenburg und auf arte. Das Vorhaben hat unglaubliche Dimensionen:
"Tausendfünfhundert Menschen werden gecastet, sechzig ausgewählt, die als interessant und typisch gelten. Es werden sechshundert Drehgenehmigungen beantragt, und Volker Heise überzeugt einige der besten Dokumentarfilmer des Landes, bei seinem Projekt dabei zu sein, [...]. Am Ende kostet das Projekt fast drei Millionen Euro und vierhundert Leute sitzen daran, die Welt zu erfassen, indem man sie recherchiert."
Dabei sind die gefilmten Menschen so unterschiedlich, wie es nur möglich ist:
Vom Häftling einer Strafanstalt, einer Unternehmerin, über einen Kammerjäger bis hin zu dem Dirigenten Daniel Barenboim ist die gesamte Bandbreite der Großstadt-Bevölkerung wiederzufinden.
In der Natur der Sache eines solch ehrgeizigen Filmes liegt natürlich auch der große Aufwand der Nachbearbeitung:
"Dazwischen liegen zwölf Monate, in denen ein Regisseur aus siebenhundertfünfzig Stunden Material einen Film machen musste. Ein Tag im Leben von Berlin, das war ein Jahr im Leben von Volker Heise. [...] Das ganze Material des Drehtages ist auf einem Computer gespeichert, der in einer eigenen Kammer steht, eine Kopie ist im Tresor einer Berliner Bank hinterlegt."
Schauen Sie doch mal rein beim RBB, bei arte oder:
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Mammutfilm "24h Berlin": 24 Stunden sind ein Jahr
Chinesisches Sprichwort