
Unter Stress sind nicht nur die Reaktionen insgesamt schlechter, Untersuchungen an Ratten zeigten sogar, dass sich Hirnregionen zurückgebildet haben.
Portugiesische Forscher stressten männliche Versuchsratten auf unterschiedliche Art und Weise und konnten somit belegen, welche ganz greifbaren Folgen Stress auf das Verhalten und das Gehirn haben kann.
"Stress macht krank – und lässt Ratten auf bekannte Lösungen zurückgreifen. Er beeinträchtigt ihre Entscheidungen und verändere die Gehirnstruktur, berichten portugiesische Biologen im amerikanischen Fachjournal „Science“."
Nicht nur, dass die Ratten in der Folge bei Experimenten deutlich schlechter abschnitten als ungestresste Artgenossen. Sogar im Gehirn konnten die Auswirkungen des Stress nachgewiesen werden:
"Bei den Ratten waren Hirnbereiche zurückgebildet, von denen bekannt ist, dass sie an zielgerichtetem Denken und logischen Entscheidungen beteiligt sind. Dagegen hatte sich eine Hirnregion vergrößert, die typisch ist für die Ausbildung von Gewohnheiten und mechanischem Verhalten."
In wie weit das Experiment wirklich auf uns Menschen übertragbar ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber es sollte uns doch zumindest zu denken geben.
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Verhalten - Schlechtere Entscheidungen unter Stress