
Vielleicht ist es ja nur Wahlkampf, aber das Anliegen ist es trotzdem wert, erwähnt zu werden: Die Grünen üben Kritik an den immer öfter und lauter geäußerten Forderungen nach einem Verbot der so genannten "Killerspiele".
Nicht zuletzt die Innenminister der Länder forderten vor kurzem ein Verbot von "Killerspielen". Auf reticon haben wir uns schon oft mit dem Thema beschäftigt und die Frage darf mal wieder erlaubt sein: Welcher Politiker kennt sich eigentlich wirklich aus mit den Spielen und überblickt damit seine eigene Forderung? Gerade in Zeiten des Wahlkampfs geht es doch leider viel zu oft eher um die Plakativität und Lautstärke einer Forderung als um ihren tatsächlichen Inhalt. Wohltuend dagegen die Veröffentlichung der Grünen auf ihrer Webseite:
"Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich unter dem Titel "Killerspiele - eine unendliche Geschichte" zu Wort gemeldet. In dem Beitrag fordert die Fraktion eine Versachlichung der Diskussion und die Förderung von Nachwuchsentwicklern. "Politiker wie Frau von der Leyen verkaufen den Bürger schlicht weg für dumm, wenn sie den Eindruck erwecken, dass mit einem Verbot von so genannten Killerspielen das Problem Jugendgewalt in den Griff zu bekommen wäre", schreibt die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem Beitrag auf ihrer offiziellen Webseite."
Auch wenn das, wie schon einleitend erwähnt, genauso zum Wahlkampf gehört bzw. gehören kann, der Forderung kann man nur zustimmen: Eine "Versachlichung" und emotionslosere Auseinandersetzung mit dem Thema würde langfristig sicher mehr zum Erfolg beitragen, als vorschnell umgesetzte Verbote. Heute, am Samstag den 25. Juli 2009, finden in mehreren deutschen Großstädten (z.B. in Köln) Aktionen unter dem Motto "Demonstration für Spielkultur" statt.
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Grüne kritisieren "Killerspiel"-Verbotsforderungen
St. Lec