
Unter der Überschrift: "Intimsphäre vs. Pressefreiheit - Ab in die Notaufnahme" setzt sich Hans-Jürgen Jakobs in der sueddeutsche.de mit den unterschiedlichen Interessen von Prominenten, Presse und Medienanwälten auseinander.
H.J. Jakobs nennt im Verlauf seines Artikels einige aufsehenerregende Fälle aus der jüngeren Vergangenheit: eine Sängerin einer Popgruppe, die mit ihrem Intimleben in der Öffentlichkeit stand oder etwa der Formel 1 Chef, der sich nach Bekanntwerden pikanter Details seines Sexlebens mit Hilfe von Anwälten und Gerichten wehrte. Die Problematik fasst er wiefolgt zusammen:
"Vordergründig geht es um das dünne Eis, auf dem sich Journalisten bewegen, wenn sie ihrem öffentlichen Auftrag nachkommen - und dabei auch Persönliches von Prominenten publik machen. Dann steht schnell das allgemeine Informationsinteresse gegen den Persönlichkeitsschutz des Einzelnen. Es geht aber auch um Deutungshoheit, um das Image von Stars - und damit um viel Geld. Die einen verdienen mit höherer Auflage, die anderen mit Klagegebühren."
Vergleichbar mit anderen Bereichen scheint sich auch der Umgang mit Prominenten und allem was dazugehört allmählich an amerkanischem Vorbild zu orientieren. Christian Schertz, Medienanwalt:
"Wir bekommen definitiv ein professionelleres System wie in Amerika, in dem Agenten, Publizisten und Juristen die Stars begleiten."
Ein sehr lesenswerter Beitrag, der einem die gegensätzlichen Interessen vor Augen führt und anschaulich macht, warum sich wohl leider nichts ändern wird.
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http://www.sueddeutsche.de/kultur/687/470238/text/
Pablo Picasso