
Der Autor des Artikels, Peter Wagner, der sich selber als "Hobbykoch" bezeichnet, begrüßt grundsätzlich die Idee des Buchs mit Halbwahrheiten in der Küche aufzuräumen, doch er wird von diesem Versuch enttäuscht.
"Angesichts des ständig breiter quellenden Quarks an Viertelwahrheiten, der aus den Ritzen der TV-Geräte während der allgegenwärtigen Kochshows in die Heim & Herd-Hirne tropft, ist es im Grunde gar keine so schlechte Idee, mal in einem großen Rundumschlag mit all dem Quatsch aufzuräumen. Doch das aktuelle "Kleine Lexikon der Küchenirrtümer" ist da keine große Hilfe."
Ein Vorwurf Wagners an Ludger Fischer, den Autor des Buchs, ist, dass dieser als Grundlage seiner Gegenthesen zu gängigen Küchenweisheiten hauptsächlich aus "dubiosen Internet-Foren" zitiert, oder "pseudo-empirische Selbstversuche" als Beweis vorbringt.
Letztendlich geschmacklos ist jedoch folgenden Tatsache:
"Ludger Fischer arbeitet im Hauptberuf als "Politikberater in Brüssel". Er ist einer der umtriebigsten Lobbyisten der mittelständischen europäischen Lebensmittelhersteller."
Als solcher propagiert er das "Industriefutter" und Wagner hebt hervor
"wie fanatisch er [Fischer] gegen selbst gemachte Marmelade wettert, Konservierungsstoffe und Bestrahlung dagegen super findet."
Da erhofft der interessierte Leser bald ein Buch, das mit den Irrtümern des Buchs über Irrtümer aufräumt und hoffentlich ein nahes Ende der unzähligen Kochshows im Fernsehen, welches dann solche Bücher überflüssig machen würde.
Lesen Sie den ganzen Artikel:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,617046,00.html
St. Lec