
Nachdem wir ja Statements von Prof. Pfeiffer bisher eher sehr kritisch begleitet haben, gibt es jetzt ein Interview mit auf Golem.de, dem wir zwar nicht in allen Punkten zustimmen würden, das aber viele konstruktive Details bereithält.
"Golem.de: Ich spiele GTA 4 mit großem Vergnügen. Besonders freut mich die satirische Abrechnung mit den Auswüchsen der US-Populärkultur. Ihnen ist das nicht aufgefallen?
Pfeiffer: Ich sehe diese ironischen Elemente sehr wohl, aber GTA 4 trainiert viel zu sehr exzessive Gewalt. Und es hat Untertöne, die völlig inakzeptabel sind: Einmal wird ein Diamantenhändler getötet, der ist Jude und verhält sich genauso wie "Jud Süß". GTA 4 sollte konsequenter von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden. Und das geht heutzutage über Indizierung." (Quelle: Golem.de)
Prof. Pfeiffer äußert sich an vielen Stellen differenziert und appelliert für eine strengere Auslegung des Jugendschutzes, was man zwar kritisieren kann - er leistet sich aber keine "Pauschalverurteilungen" sondern unterlegt seine Forderungen mit Beispielen z.B. Szenen aus den kritisierten Spielen.
Man kann grundsätzlich dem Konzept der Indizierung kritisch gegenüberstehen - das Interview insgesamt bietet aber einige interessante Informationen und trägt vielleicht auch zur allgemeinen Versachlichung der Debatte bei.
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Cato