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Öffentlich-rechtliche (Eigen)Konkurrenz im digitalen Zeitalter

Öffentlich-rechtliche (Eigen)Konkurrenz im digitalen Zeitalter

01.02.2009

Tilmann P. Gangloff erläutert in der Frankfurter Rundschau anschaulich wie sich ARD und ZDF durch paralleles Ausstrahlen von Filmen für ähnliche Interessengruppen anscheinend gezielt Zuschauer streitig machen.

Als aktuelles Beispiel führt er den Montag der kommenden Woche an:

"Die ARD zeigt: 'Willkommen zuhause' [...] im ZDF läuft zeitgleich der zweite Teil des ambitionierten Dreiteilers 'Die Wölfe'. Zweimal Zeitgeschichte, zweimal Anspruch, zweimal öffentlich-rechtlich: Da wird sich manch Gebührenzahler ärgern."

Diese Situation scheint kein Einzelfall zu sein, sondern fast schon Alltag, was der Autor anhand einiger Beispiele belegt, nicht nur Zeitgeschichte auch seichte Kost wird gerne zeitgleich gesendet.
Aber die Frage, ob das überhaupt noch eine aktuelle Diskussion ist, mag erlaubt sein, T.P. Gangloff merkt selber an:

"Früher führten Parallelprogrammierungen [...] des öfteren zu Unmut, heute ist das Thema aus der Zuschauerpost völlig verschwunden."

Die Verantwortlichen der Sender sehen es wohl ähnlich: 

"offenbar hat Bellut [ZDF-Programmdirektor] Recht, wenn er sagt, dass sich das Fernsehpublikum 'bei 60 Programmen, die der durchschnittliche Haushalt heute empfängt, daran gewöhnt hat'."

Im Zeitalter der digitalen Möglichkeiten spielt es außerdem, wenn nicht heute schon dann jedoch in naher Zukunft, meiner Meinung nach keine Rolle mehr, wann eine Sendung oder ein Film läuft. Immer mehr Mediatheken bieten jedem Zuschauer mit einem einigermaßen schnellen Internetzugang die Möglichkeit sich die online-gestellten Sendungen zu einem beliebigem Zeitpunkt anzuschauen.
Im Moment spielen Mediatheken sicher noch keine herausragenden Rolle, vor allem bei älteren Generationen nicht, aber so rasant wie das Internet in kürzester Zeit einen wichtigen Platz im Leben vieler Menschen eingenommen hat, bin ich mir sicher, dass sich die neuen digitalen Möglichkeiten auch auf die Art und Weise des Fernsehkonsums auswirken werden.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/1668110_Gleichgewicht-des-Schreckens.html

              

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