
Online-Exhibitionismus erleichtert mühsames Recherchieren
Wie die süddeutsche.de berichtet und sich dabei auf Recherchen und Informationen von taz.de und bildblog.de beruft, ist ein Standard journalistischer Arbeit bei der BILD-Zeitung mittlerweile das Durchschauen von StudiVZ auf der Suche nach mehr Informationen zu Skandalen und Skandälchen.
"Laut taz.de durchforstete das Boulevardblatt [...] nach der Lufthansa-Bruchlandung [...] umgehend die StudiVZ-Seite der Ko-Pilotin und spickte die folgenden Enthüllungsartikel [...] mit entsprechenden Details aus dem virtuellen Fotoalbum und ihrer Kontaktliste."
Ratlos steht man vor der Beurteilung dieses Tatbestandes und weiß nicht, was bedauernswerter ist:
die Tatsache, dass auf der Suche nach Hintergrundinformationen und privaten Details zur Ausschmückung von Artikeln anscheinend alle Mittel recht und auch keines billig genug sein kann, dass es außer Acht gelassen würde - oder die Blauäugigkeit von vielen Menschen, die im Netz (wo auch immer) intime Dinge, Fotos etc. verbreiten und sich über etwaige Konsequenzen offensichtlich keine Gedanken machen.
Lesen Sie den ganzen Artikel:
Süddeutsche: Bild-Zeitung und StudiVZ: Wie praktisch
M.v. Ebner Eschenbach