
Am Trinity College in Dublin fand die Weltmeisterschaft im Debattieren statt.
Im Beruf muss man präsentieren, überzeugen, kommunzieren. Erstaunlich
dass es so wenig an Schulen und in der Universität geübt und gepflegt
wird. Studierende drücken sich gern um ein Referat mit der Frage "Kann
ich nicht auch eine Hausarbeit schrieben?". Ihnen fehlt der Mut, sich
in einem freien Vortrag der komplexen Situation, sowohl intellektuell
über einen Stoff argumentativ zu verfügen und die Exponiertheit einer
Vortragssituation zu meistern.
Die komplexe Kunst des Vortrags, des Argumentierens in der freien Rede, der die der Schauspielerei durchaus nahe kommt, wird aber auhc wenig geübt.
Die Ergebnisse kann man im Bundestag, bei Maybritt Illner und Anne Will besichtigen: Einzelfiguren wie Gysi, Fischer, Steinbrück oder Fritze Merz ragen als Ausnahmen heraus - weil der Normalzustand ein rhetorischer Nullpunkt ist. Man hat es schon längst verdrängt, dass mal Redner wie Wehner, Strauss oder Lambsdorff die Regel waren.
Zwar gibt es an deutschen Schulen und Universitäten eine wachsende Zahl an Debattierclubs. Jedoch ist man hier vom internationalen Standard noch weit entfernt.
"Das Debattieren gibt den Studenten eine Menge Selbstvertrauen, weil
sie lernen, sich klar und selbstsicher auszudrücken. Viele Berufe
verlangen später eine klare Analyse von komplizierten Sachverhalten“,
sagt Timothy. Er reiht sich als Chef der Society in eine lange Reihe
großer Namen ein, welche den Debattierclub geleitet haben, von
bedeutenden irischen Politikern und späteren Präsidenten bis zu Bram
Stoker, dem Autor von Dracula."
Der ganze Artikel Argument für Argument in der Online-Ausgabe der Zeit
Albert Einstein