
Die Süddeutsche Zeitung hat Bruno Preisendörfers Buch "Das Bildungsprivileg. Warum Chancengleichheit unerwünscht ist", welches rechtzeitig vor der Didacta erscheint, damit er dort auf den verschiedenen Podien Platz nehmen kann, gelesen.
"Die Öffentlichkeit leidet in Bildungsangelegenheiten unter
beträchtlichen Wahrnehmungsverzerrungen. Was haben wir nicht das
düstere Schicksal der plötzlich benachteiligten Akademiker beklagt, als
die "Generation Praktikum" auftrat. Doch absolvieren, einer Studie des
Hochschul-Informations-Systems zufolge, lediglich acht Prozent der
Fachhochschul- und sieben Prozent der Uni-Absolventen nach dem Studium
ein Praktikum."
Dass
diese "kleine, trotz allem privilegierte[...] Gruppe" zu einer quasi soziologischen Kategorie hochgejazzt wurde, hat einfache Gründe: "Sie sind Fleisch vom
Fleische derer, die im Land den Ton angeben": der Journalisten,
Politiker, Podiumsdiskussionsteilnehmer."
Wohingegen das Bildungsproletariat, die prekären, die "Bildungsfernen" ohne Lobby dastehen und, wenn sie in Erscheinung treten, dann oder über sie gesprochen wird, "dann meist in Form von Zerrbildern", als Panoptikum des Grauens in den modernen Arenen der TV-Sender von Super-Nanny bis DSDS.
"Die Mehrzahl freilich lebt nicht nach diesen
radikalen Klischees, sondern in einer Gewöhnlichkeit, die selten
beschrieben wird, weil sie so unaufregend scheint, sich nur schwer
skandalisieren lässt. Es geht um die Kinder der "normalen" Familien -
er Lokführer, sie Kassiererin."
Der ganze Artikel Elitärer Egoismus in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung
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Habe Mut zu dir selbst, und such deinen eigenen Weg.
Janusz Korczak