
Post von Wagner
19.01.2008Ein täglicher Quell von Freude, Ekel und Kopfschütteln ist die Kolumne "Post von Wagner" des gleichnamigen Journalisten, der in der Bild-Zeitung in wenigen Zeilen Themen der Zeit, die im deutschen Stammhirn kursieren kommentiert und in einer eigentümlichen Soße aus Vertriebenen- und Mütter-Pathos, Mittelstufenschülerinnen-Lyrik und Hemingway-Männer-Macker-Diktion zusammenrührt. Jetzt ist Wagner mit der Bundesjustizministerin in Berlin U-Bahn gefahren.
"Die
Reportage eilt rasch ihrem Höhepunkt zu: "Drei Betrunkene steigen zu, sie haben Bierflaschen in den Händen." Der nächste Hieb, der nächste Tritt - gilt er mir oder gilt er der Frau Ministerin? Aber nichts passiert. [...] Vielleicht war’s auch das mehrköpfige Film-Team, das das Paar bei seiner Feindfahrt begleitet hat. Den Reporter kitzelt die Angst. "Ich stelle mir vor, wie ich blutüberströmt zu der Notrufsäule krieche und den untersten Knopf erreiche", depechiert der Frontberichterstatter Wagner in die Redaktion."
Die ganze Glosse
Einmal Dschungel und zurück in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.
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