
Die FAZ portraitiert Ursula Sladek, die in Süddeutschland ein Stromkraftwerk gekauft hat und nun im ganzen Land Ökostrom anbietet. In Zeiten, in denen die Menschen mehr und mehr von Fleischskandalen, schmelzenden Polkappen, Ölkatastrophen die Nase voll haben, laufen ihr die Kunden nur so zu.
Spätestens seit dem Oscar für Al Gores Dokumentation "An inconvenient truth", der "green issue" von Vanity Fair, den Greenpeace-Protesten gegen die Versenkung der Shell-Bohrinsel Brent Spar und seit Leonardi di Caprio, George Clooney und Camreon Diaz mit schadstoffarmen Autos spazieren fahren ist klar: Grün ist cool, Öko ist schick. Umweltbewusst zu leben hat die Aura des muffigen Körnerfressers, der in handgelutschten Batiksackleinen und mit Zauselbart lust- und stilfrei einherschreitet, abgelegt.
Mohammad Yunus Minikredit-Bank Grameen, Götz Werners bedingungsloses Grundeinkommen, das Schweizer CO2-Ausgleichszertifikat myclimate - immer mehr formieren sich alternative, originelle Gegenkonzepte zum wirtschaftlichen, sozialpolitischen Maintream des "Hammwaimmerschonsojemacht" und zeigen: Es geht auch anders und dabei nicht schlechter.
"Sladek treibt dabei eine Vision: „Stärker werden und den Gedanken in die Republik tragen, dass wir eine grundlegend andere Energiepolitik brauchen“, begründet sie ihr Wirken. „Eine umweltfreundliche Energiepolitik ist dezentral, diese Strukturen stärken wir und arbeiten so auf eine Demokratisierung der Energiewirtschaft hin. [...] Wichtiger als Geld ist ihr, die Energiewende voranzutreiben. Sagt sie. Dafür fördert sie überall kleine „Rebellenkraftwerke“, mehr als 1000 inzwischen. "
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