
Immer neue Studien, Umfragen und Meldungen aus Schule und Betrieben verkünden das gleiche Lamento: Die deutschen Jugendlichen können immer weniger und schlechter lesen und schreiben und die Sprechsprache ist auch irgendwie auch voll keine Ahnung total halt irgendwo verstehste? Richtig? Falsch!
Im Rahmen mehrerer Untersuchungen untersuchten Linguisten der Universität Darmstadt die Entwicklungen der Schriftsprache von Schülern und Studenten, z.B. indem sie Abituraufsätze von den vierziger bis in die neunziger Jahre verglichen oder den Wandel von Sprachnormen Deutschsprechender nach dem Krieg analysierten.
So stellten sie fest, dass der Satzumfang tendenziell zugenommen habe, Abiturienten heute bedeutend mehr Wörter verwendeten, wobei der Anteil an Anglizismen hingegen sehr klein sei. "Es sind wohl eher die Manager, die von „Business-Opportunitäten“ und „Future-Denken“ sprechen und schreiben."
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R. Lindkamp