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Unbedingt einmal Sieger sein

Unbedingt einmal Sieger sein

02.12.2006

In der aktuellen Ausgabe der Freitag gibt es einen interessanten Artikel von Uwe Findeisen, der das Thema Jugend, Gewalt, Schule und Leistungsdruck thematisiert.

Der Artikel geht auf den (Leistungs)druck ein, unter dem Schüler stehen und welche Möglichkeiten sie haben, mit "Versagen" umzugehen. Der Artikel sucht nach Ursachen, die jenseits der platten Diskussion um "Killerspiele" zu finden sind.

"Wann kommt es zur Gewalt? Wenn ein Jugendlicher es nicht aushält, von der Anerkennung der anderen abhängig zu sein, wenn das coole Gehabe nicht wirkt, dann steht er vor einer wichtigen Entscheidung: Soll er die fehlende Bestätigung mit Selbstverurteilung ergänzen oder seinerseits die anderen verurteilen? Der Gewalttäter wählt den zweiten Weg. Er gibt dann ganz willkürlich anderen die Verantwortung, da er ja nicht die Gründe für seine Lage sucht, sondern Schuldige. Mit Gewalt sorgt er dann dafür, dass der Unterlegene ihn bestätigt, indem er ihn zum geschlagenen Verlierer macht. Wer seinen schulischen Misserfolg als Frage der Ehre sieht, das heißt, als Beleidigung seiner Persönlichkeit und seines Selbstbildes, der will nichts über die wirklichen Ursachen seines Scheiterns wissen, sondern sein Selbstbild notfalls durch Gewalt anerkannt haben. Es geht ihm um die Glaubwürdigkeit vor sich selbst. Er muss sich wehren, sonst würde er der Beleidigung noch Recht geben. In Emsdetten fasste Bastian B. dies in einem Satz zusammen: "Ich werd mich rächen, werd euch töten, das war es dann mit meinen Nöten."" (Quelle: Freitag, Ausgabe 48)

Der Autor Uwe Findeisen ist Kinder- und Jugendpsychotherapeut.

Lesen Sie den ganzen Artikel:
Freitag: Unbedingt mal Sieger sein

              

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Aus dem Warenhandel: Man sticht mit einer Sonde in eine Lieferung und untersucht den Stich.
Aus der Erzverhüttung: Man probt den Anstich an mehreren Stellen des glühend heißen Ofens.
Aus der Statistik: Ein repräsentatives Subset von Zahlen wird als Stich bezeichnet.

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