
Thorsten Harmsen schreibt in der Berliner Zeitung über die aktuell aufbrandende Kritik an der PISA-Studie.
Auslöser ist ein Band, in dem sich neun Wissenschaftler zur PISA-Studie äußern. Die Kritik in "PISA & Co" ist recht fundamental gegen die PISA-Studie gerichtet, kommt allerdings reichlich spät.
Zwar wurde immer an PISA, der Methodik, der Vergleichbarkeit etc. "gekrittelt", aber ein Band in dieser Form zum jetzigen Zeitpunkt verwundert doch.
In der Berliner Zeitung kommt mit Joachim Wuttke ein Physiker zu Wort. Er wirft der PISA-Studie "kapitale Programmierfehler" vor. Allerdings fehlt vielen Vorwürfen bei näherem Hinsehen ersteinmal die Substanz. Zumindest wird die These mit den bisher veröffentlichen Interviews aus meiner Sicht nicht hinreichend belegt.
Der Artikel stellt im wesentlichen ansatzweise die Kritik dar, hinterfragt diese aber leider zu selten."Die Pisa-Studie, so lautet einer seiner Vorwürfe, beruhe nicht auf einer repräsentativen Stichprobe. Das verzerre die Länder-Ranglisten unmittelbar. Ein Beispiel: Hätte man OECD-weit alle Kurztests für Sonderschüler aus der Auswertung ausgeklammert, wäre Deutschland bei Pisa 2003 mit der Leseleistung seiner Schüler vom 18. auf den 12. Rang unter 32 Staaten vorgerutscht. Denn diese Tests wurden ohnehin lediglich in sieben Staaten durchgeführt. Manche Länder wiederum schlossen Legastheniker aus." (Quelle: Berliner Zeitung)
Christopher Darlington Morley