
Am Donnerstag wird der neue Kinder- und Jugendbericht veröffentlicht. Wie schon jetzt bekannt wurde (und auch zu erwarten war) werden darin umfassende Reformen des Bildungs- und Erziehungssystems gefordert. Schon Zweijährige sollen in den Kindergarten, Einschulungen früher stattfinden, die Schule soll mehr erziehen und der Kindergarten mehr bilden.
Der Zwölfte Kinder- und Jugendbericht trägt den Titel „Bildung, Betreuung und Erziehung vor und neben der Schule“ und widmet sich Bildungs, Betreuungs- und Erziehungsprozessen im frühen Kindesalter und im Schulalter sowie ihrer Unterstützung durch die Kinder- und Jugendhilfe.
Dabei konzentriert sich der Bericht auf die Frage nach den Bildungs- und Lernprozessen von Kindern und Jugendlichen, die sich in unterschiedlichen sozialen und institutionellen Settings bewegen, inwiefern diese Settings Auswirkungen auf die Verteilung und Realisierung von Bildungschancen haben und wie diese Erkenntnisse in die Organisation von Erziehungs- und Bildungsprozessen einfließen muss.
So bringt der Bericht diese integrierende Sichtweise auf die Trias von Bildung, Betreuung und Erziehung und gibt entsprechende Empfehlungen „für ein integriertes Gesamtsystem, das die Komplementarität des Dreiklangs von Bildung, Betreuung und Erziehung berücksichtigt“ und „die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Aus- bzw. Umbau sowohl quantitativer als auch qualitativer Art“ benennt, so das DJI.
Der Kinder- und Jugendbericht, wird einmal pro Legislaturperiode erarbeitet. Der diesjährige Bericht wurde von einer siebenköpfigen Kommission unter Leitung von Thomas Rauschenbach, dem Direktor des Deutschen Jugendinstituts entwickelt.
Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen Jugendinstituts
Den vorigen, 11. Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie hier...
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie unter www.bmfsfj.de
Lesen Sie zu dem Thema auch den ganzen Artikel "Schon Zweijährige sollen in den Kindergarten" in der Süddeutschen Zeitung. Klicken Sie hier...
Franz Kafka