
Wie die TAZ berichtet ist einer Studie des Max-Planck-Instituts zufolge an bundesweit 16 Prozent der Hauptschulen Unterricht überhaupt nicht mehr möglich.
"Der Direktor des Instituts, Jürgen Baumert, nennt diese Schulen "kritische Schulmilieus". In ihnen ist die Hälfte der Schüler sitzengeblieben, 40 Prozent sind Gewalt gewohnt, ein Drittel der Eltern sind arbeitslos. Das sind soziale Zusammensetzungen, schreibt Baumert, "die außerordentlich schädliche Auswirkungen auf die Leistungsentwicklung von Jugendlichen haben". Lehrer könnten in diesen Schulen nichts mehr ausrichten. Kurz gesagt: Die Rütli-Schule in Berlin-Neukölln war kein Einzel-, sondern der Regelfall.
In Berlin gehören laut Baumert über 60 Prozent der Hauptschulen zu den "kritischen Schulmilieus", in Bremen 95 Prozent, in Hamburg fast 70 Prozent, in Hessen über 50 Prozent und in Nordrhein-Westfalen 44 Prozent. Nicht viel besser sieht es bei Realschulen aus. 70 Prozent der Realschulen in Bremen, 56 Prozent in Hamburg und 36 Prozent in Hessen gelten als nicht "beschulbar"."
Quelle: Taz
Wilhelm Busch