
Die Angehörige der neuen Armen haben die Vision vom Aufstieg durch Bildung und aus eigener Kraft aufgegeben. Die Studie mit dem Titel "Gesellschaft im Reformprozess" wurde von TNS Infratest im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt und soll Anfang Dezember erscheinen. Dabei wurden mehr als 3000 Bundesbürger in 45-minütigen Interviews zu ihren Lebensumständen, aber auch zu ihren Einstellungen und Werten befragt.
Frank-Dieter Karl, Abteilungsleiter "Gesellschaftspolitische Information" bei der Friedrich-Ebert-Stiftung erklärt in einem Interview mit der Tagesschau: "Ziel der Studie war es, neue Zielgruppen für unsere politische Bildungsarbeit auszumachen. Anders als sonst haben wir aber neben sozio-demographischen Daten (Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen usw. - Anm. der Redaktion) auch nach Einstellungen, Werten und Politikadaption gefragt. Dabei haben wir neun gesellschaftliche Gruppen ausgemacht, die sich in ihren Werthaltungen deutlich voneinander unterscheiden, was aber überlagert wird von den erwähnten sozio-demographischen Daten. Im Moment wird nun ausschließlich über eine dieser neun Gruppen gesprochen, die wir nicht Unterschicht genannt haben, sondern "Prekariat"."
Alle reden drüber, keiner kennt sie. Immerhin die Süddeutsche Zeitung dokumentiert einen Ausug aus der Studie: Dokumentation der FES-Umfrage in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung
Beachten Sie zu dem Thema auch den Armutsbericht 2005 der Bundesregierung
Bildung, Bildung und nochmals Bildung
Im Interview mit der Tagesschau erklärte Frank-Dieter Karl auf die Frage, was die Lehre aus der Studie sein, was politisch getan werden solle:
Karl: Die Studie ist in erster Linie eine Zustandsbeschreibung und kein Heft für politische Empfehlungen. Aber klar ist natürlich, dass sich aus unserer Beschreibung die Defizite erkennen lassen und sich daraus politische Schlüsse ziehen lassen. Aus meiner Sicht ist das zentrale Problem in den unteren Segmenten Bildung, Bildung und noch mal Bildung. Das ist die einzige Chance, den Leuten da wieder rauszuhelfen.
Das ganze Interview Bildung ist der einzige Weg aus der Misere finden Sie auf den Internetseiten der Tagesschau
Die Studie mit dem Titel "Gesellschaft im Reformprozess" wurde von soll Anfang Dezember erscheinen. Für die Studie wurden mehr als 3000 Bundesbürger in 45-minütigen Interviews zu ihren Lebensumständen, aber auch zu ihren Einstellungen und Werten befragt.
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