
Die Studie "Wo bleibt die Zeit?" (vom Statist. Bundesamt 2003 herausgegeben) versucht eine so genannte Zeitbudgeterhebung, der in Deutschland lebenden Menschen (ab 10 Jahren) zu erstellen.
Der durchschnittliche Tag eines Menschen sieht wie folgt aus:
3 Std. Bildung u. Erwerbstätigkeit, 3 ½ Std. unbezahlte Arbeit (Haushalt, Familie, Ehrenämter), 2 ¾ Std. für tägliche Dinge, wie Anziehen, Körperpflege und Essen, 6 Std. Freizeitaktivitäten und ca. 8 Std. Schlaf. Hierbei ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern hervorzuheben: Frauen verwenden ca. 18 % ihrer Zeit für unbezahlte Arbeit (Männer 12 %), umgekehrt sieht es mit der bezahlten Arbeit aus: Männer 16 % (Frauen 10%). Im Vergleich zu Anfang der 90er Jahre, wo es eine vergleichbare Studie gab, wird weniger gearbeitet, sowohl bezahlt als auch unbezahlt, stattdessen gibt es mehr Freizeit.
Der internationale Vergleich, auf den ich nur kurz eingehen möchte, zeigt, dass nur die Finnen mehr Freizeit haben und in anderen Ländern bis zu einer halben Stunde pro Tag mehr gegen Bezahlung gearbeitet wird. Interessant auch, dass es prinzipiell dieselben Unterschiede zwischen den Geschlechtern, und zwar jeweils in ähnlicher Größenordnung gibt.
J. W. v. Goethe