Von verschiedener Seite wird harte Kritik an dem Vorgehen der Medien auf Rügen geübt. Nach den lokalen Behörden rückt damit auch die Berichterstattung selbst in den Mittelpunkt.
Die Medien haben nun einmal ihren Katastrophenfall gefunden und stürzen sich darauf und so rückt die überregionale Presse an. Und was ist eine Schreckensgeschichte ohne schreckliche Bilder. Und so "begleiten" die Kamerateams die Behörden vor Ort, lassen sich Tierkadaver zeigen, mieten sich Boote und Helikopter um möglichst exklusive Bilder zu bekommen.
""Das Problem ist, dass Journalisten sehr nahe an die toten Tiere herangehen und auch das Aufsammeln der Kadaver filmen, teilweise bis in die Kadaversäcke hinein", sagte der Präsident des Friedrich- Loeffler-Instituts für Tiergesundheit, Thomas Mettenleiter, im MDR- Fernsehen. "Anschließend gehen die Kamerateams mit ihrer kontaminierten Ausrüstung und Kleidung unmittelbar in die Geflügelbestände hinein. Das ist völlig unverantwortlich und genau das, was wir verhindern wollen."" (Quelle: MVregio)
Inzwischen hat das Virus wohl schon seinen Weg auf das Festland genommen - ob daran Journalisten schuld waren, wird wohl niemand ernsthaft beweisen können.
Aber es zeigt sich wieder einmal, dass die einmal losgetretene "Informationsmaschine" gerade in kleinen Städten und Landkreisen Kopfschütteln hervorruft - Berlin mag das gewohnt sein, Rügen (und z.B. auch Bad Reichenhall) sind auf so etwas neben der eigentlichen Katastrophe nicht vorbereitet.
Gleichzeitig ist das Mediengeschäft heute auch ein harter Verdrängungswettbewerb und eine große Zahl an Lesern wartet natürlich auch auf die schrecklichsten Bilder - je größer das Gruseln auf dem Sofa desto höher die Quote.
Wir haben einige Links zu dem Thema unter dem Aspekt der Medienkritik zusammengestellt:
Ernest Hemingway