Kontakt  Presse  reticon-Redakteure   Impressum   Datenschutz  
reticon Bildung und Neue Medien
reticon - Bildung und Neue Medien

Urteil des Bundesverfassungsgerichts und die Macht der Bilder

reticon-Report von Dorothee Ragg -- [19.03.2008]

reticon-Bild: reticon_fernbedienung.jpgU. Knapp fasst das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in der Frankfurter Rundschau wie folgt zusammen:
"Nach dem Beschluss dürfen auch Fotografien aus dem Privat- und Alltagsleben Prominenter veröffentlicht werden. Voraussetzung ist aber, dass die Bildberichte zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen."
Diese Unterscheidung führt dazu, dass "einmal die Verbreitung eines Urlaubsfotos der Prinzessin von Monaco als erlaubt angesehen [wird] und einmal nicht".
Nach jahrelangem Rechtsstreit ist nun also ein Urteil gefällt worden. Auf der einen Seite: Zeitschriften/Verlage, die hauptsächlich durch Verbreitung von Klatsch und Tratsch über Prominente ihr Geld verdienen, dem gegenüber selbige Prominente, die den Spagat versuchen zwischen exhibitionistischem Verhalten/ Verwendung der Presse für ihre Interessen und Wahrung ihrer Privatsphäre.
Bilder scheinen in unserer heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert zu erlangen, da sich die Medienlandschaft in den letzten 20 Jahren sehr verändert hat. Die Halbwertszeit von Informationen wird immer kürzer, damit nimmt jedoch oft die Oberflächlichkeit zu. Sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen ist out, angesagt sind kleine gut verdauliche Häppchen. Hierzu passen Bilder natürlich sehr gut: klar, die Illustrierten gab es schon immer mit ihren Promi-Fotos, ich denke jedoch, dass die Flut an Fotos und deren Bedeutung deutlich zugenommen hat. Hinzu kommt, dass auch in anderen Bereichen Bilder wichtiger geworden sind, nehmen wir die doch sehr seriöse Tagesschau als Beispiel:
Im Beitrag heißt es, dass der Fraktionsvorsitzende XY gleich etwas zum Thema sagen wird. Diese Überleitung muss heutzutage anscheinend zwingend bebildert werden: man sieht besagten Herrn XY irgendwo raus oder rein gehen...Der Aussagewert hält sich doch sehr in Grenzen, anscheinend kann man es aber dem Tagesschau-Zuschauer nicht mehr zumuten, längere Zeit das Gleiche zu sehen, stattdessen lieber Abwechslung, auch wenn es eigentlich sinnlos ist. Wobei sich die Frage stellt: Ist es wirklich der Zuschauer, der dies wünscht, oder gehen die Redaktionen davon aus, dass es anders nicht mehr zeigbar ist?

Lesen Sie den ganzen Artikel:
Frankfurter Rundschau: Prominenten-Fotos: Neugier oder Meinungsbildung

Weiterlesen

  •    1

Informationen zum Artikel

Aus den Terminen

RSS & Social Media

rss-Bild
rss-Bild
rss-Bild
rss-Bild

myreticon

E-Mail
Passwort Login

Infos & Hilfe | Registrieren

Kostenlose Newsletter

Wöchentliches Newsletter
Tägliche Medientipps

E-Mail:  

reticon-Quiz

Die Weisheit vom Menschen heißt
Ihre Antwort:
 

» Alle reticon Quiz-Fragen

Sprüche & Zitate

"Der Traum jedes Deutschen ist, einmal hinter einem Schalter zu enden. Der Alptraum jedes Deutschen ist es, vor einem Schalter zu stehen."

Kurt Tucholsky