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The usual suspects

reticon-Report von Ralf Kellershohn -- [05.09.2003]

Wäre eine solche Wirkungsübertragung möglich, würden sich Werbeunternehmen und Politiker die Hände reiben: jede Bierreklame und jeder Wahlwerbespot würde auf einen schutzlosen, unkritisch übernehmenden Rezipienten treffen, in den sich die Botschaften einschreiben wie in eine Wachstafel.
Die von Glogauer hier fortgeschriebene STIMULUS- RESPONSE-These ist mittlerweile ebenso überholt, wie gegenteilige Annahmen, die davon ausgingen, dass Gewaltdarstellungen völlig wirkungslos oder gar kathartisch seien, also gewalttätiges Verhalten reduzieren, da es beim Mediengewaltkonsum zu einer Aggressionsabfuhr käme. (Siehe hierzu Ladas (2002), S.62ff., Kunczik (1998) S.61ff.)

Wenn man das Ende des Artikels liest, wird deutlich, dass es Glogauer nicht um wissenschaftliche Analyse, Klärung des Sachverhaltes geht. Dieser ist für ihn immer schon geklärt und so ist er immer schon bei den politischen Konsequenzen. Glogauer lobt das glückliche Bayern, wo "von allen Abgeordneten der drei Parteien" (eine Formulierung, die dies als Koalition der Vernunft, Moral, Sitte & Anstand definiert, im Unterschied zu den fahrlässigen Menschen mit ihrer laschen Haltung gegenüber den Wirkungen von Mediengewalt und ihren Wischi- Waschi-Bedenken) entsprechende Gesetzesverschärfungen verabschiedet wurden.

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