Henryk M. Broder schreibt bei SPIEGEL Online über die amerikanische TV Show "Buttaface" von Radiomoderator Howard Stern.
"Es gibt nur wenige
amerikanische Formate, die nicht übernommen und für den deutschen
Geschmack adaptiert worden sind. Zum Beispiel der "Buttaface Contest",
frei übersetzt: Arschgesicht-Wettbewerb, mit Howard Stern ("Private
Parts") als Chef einer siebenköpfigen Jury. Stern hat als
Radiomoderator so lange den Kotzbrocken gespielt, bis er mit seiner
Rolle eins wurde. Jetzt sitzt er im Hard Rock Hotel and Casino in Las
Vegas und lässt für den US-Sender "E!TV" die Puppen tanzen.
(...) Fernsehen
ist die Fortsetzung des Lebens mit anderen Mitteln. Eltern, die mit
ihren Kindern nicht klar kommen, gehen nicht zum Arzt oder
Erziehungsberater, sie rufen beim Fernsehen an und lassen sich eine
Nanny ins Haus schicken. Jeder Soziopath, der mit dem Leben nicht
fertig wird, bekommt vom Medium eine Chance, manchmal sogar eine eigene
Show."
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de Montaigne