Der Name des Radiosenders ist Programm:
"reboot: ein System neu starten, das nicht mehr funktioniert"
Der von der Kulturstiftung des Bundes finanzierte Sender ist seit dem 01. Februar auf Sendung und versucht ein Radio jenseits von Dudelfunk und Verkehrsservice zu realisieren.
Auf der Homepage unter http://reboot.fmlesen wir:
"Reboot ist ein unabhängiger Radiosender, der vom 1. Februar bis zum 30. April 2004 für 18 Stunden am Tag - zwischen 12 und 6 Uhr - auf der Frequenz 104.1 UKW in Berlin zu empfangen sein wird. Das Sendebetrieb wird organisiert von mehreren Initiativen aus dem Berliner Bootlab und dessen Umgebung: Klubradio, Radio Internationale Stadt, Radiokampagne, textz.com, TwenFM und anderen. Die Sendungen selbst werden produziert von einer Vielzahl lokaler und internationaler Radioprojekte, Gruppen und Einzelpersonen. Für noch entstehende Ideen und Beiträge is reboot.fm weiterhin offen.
Einen Schwerpunkt des Programms bildet die Kooperation mit einer Reihe von Berliner Kulturveranstaltungen: der Transmediale , dem Club Transmediale und der Berlin Biennale. Zugleich begleitet reboot.fm das Program der Berlinale und des Münchner Make World Festivals. Ein weiterer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Berliner Musik-Labels und Veranstaltern, wie Marke B, der Label Commission, dem WMF, dem Maria und vielen anderen.
Nach Juniradio und Radioriff ist reboot.fm die nächste Phase eines grösseren Projekts: jenen Radiosender vorstellbar zu machen und dauerhaft zu etablieren, der in Berlin so offensichtlich fehlt. Einen Sender, der Formate erlaubt, die im heutigen Formatradio nicht vorkommen, dessen Nachrichtenprogramm sich nicht auf das Verlesen von Agenturmeldungen beschränkt, dessen Musikprogramm mehr bietet als bloss die grössten Hits vergangener Dekaden, und dessen Vorstellung von Partizipation über die Veranstaltung von Gewinnspielen hinausgeht."
Im Programm sind u.a. Sendungen wie "Ökonomie", "Tradition beweisloser Suche nach Klarheit im politischen Lied. Reden über Musik mit Gästen" oder "A total blackout project". Die Nachrichtensendung träg den klingenden Titel "Der Angriff der Gegenwart auf meine übrige Zeit".
In der Sendung "Games Talk" wird über alles rund ums Computerspiel berichtet. Am 15.02. z.B. über das "Berufsbild Gamedesigner", am 07.03. über "Audiogames. Games für Blinde", 21.03. "Gamesounds und-soundtracks" etc.
Ein ambitioniertes Projekt, dem man nur allen erdenklichen Erfolg wünschen kann.
Leonardo Boff