BvSB trägt Gespräche über nicht zu Stande kommende Termine mit Hellmuth Karasek (untermal von einem phantastischen Foto von Karasek mit kaum von der Hose zu haltendem Hemd neben einem Fernseher, in dem gerade WerwirdMillionär läuft), eine fassungslose Beziehungsglücksanalyse am Beispiel von Paola und Kurt Felix, einen Selbstversuch mit Progammen des MDR vor.
Die Collage („Ich war hier!". Siehe hierzu auch BvSBs Artikel in der ZEIT. Klicken Sie hier...)
aus gesammelten Schrifthinterlassenschaften von Menschen an Wänden von
Bushäuschen ("Alle in der 7c sind schwul!"), einer Toilette in Bochum,
der Tiefgarage von Viva ("O Town ist süß"), im Treppenhaus des Kölner
Doms, dem Traktormuseum in Paderborn ("Wir haben auch einen
Traktorveteranen Verein. Gez. der Traktor Veteranen-Verein") und
-völlig ironiefrei- Zellenwänden eines ehemaligen Nazi-Gefängnisses in
Dortmund ("Ich bin durch Denunziation in den Bau gekommen" 1943) und
aus dem Gästebuch der Wehrmachtsausstellung ("Ich bin schockiert,
meiner Frau ist kotzschlecht. Gelungene Ausstellung").
Solche doofkomischen Sprüche (im Gästebuch der Wehrmachtsausstellung: "Suche auf diesem Weg roothaarige Frau") ,
durchbrachen ungewollt das Ernste und machten es dem auf kalorienarme
Heiterkeit eignestellten Publikum leichter. BvSB kommentierte diese
unerwartete Ernsthaftigkeit anhand des umso lauteren Lachens bei den
nächsten, wieder unhistorischen, unauschwitzverarbeitenden
Real-Spruch-Zitaten als ein "jaaaa...das entspannt, das Lachen, nachdem man so abrupt in sich zusammengesackt ist..." und kommentiert diesen Stilbruch ergänzend "das muss man auch ertragen, wenn man in diesem Land lebt" Die absurde Gleichzeitigkeit des Ungleichen.
Das
Ganze geschieht so entspannt und beiläufig, wie eben Gespräche im
Türrahmen einer WG sind. Man hat nie den Eindruck, Zeuge einer Show zu
sein, sondern einem Typen beim Erzählen zuzuhören. Er sucht auf seinem
Laptop (APPLE) nach Musik und Fotos, erzählt dabei dies und das,
plaudert über den Warteraum im Jovel, den Weihnachtsmarkt, dass er
Osnabrück und Oldenburg in TotenHosenManier verwechselt habe usw. Am
Ende liest er nach dem letzten Text noch einen „ich könnte jetzt von der Bühne gehen, ihr klatscht, ich komme wieder, setze mich und lese noch einen, aber das ist ja albern…"
Der Text ist zu Ende, er klappt das Buch zu wirft es auf den Tisch, verbeugt sich verlegen und ich muss bekennen: I've been wrong about Benjamin von Stuckrad Barre. Ein sehr guter Mann. Buch kaufen! Alle Bücher kaufen! Gut finden! Zur Lesung gehen! Unterhalten sein!
Benjamin von Stuckrad-Barre: Datenspeicher der Kontrollgesellschaft. Remix 2.
Weitere Infos, Tourdate auf der Webseite von Benjamin von Stuckrad-Barre. Klicken Sie hier...
Portrait von BvSB in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Klicken Sie hier...
Benjamin von Stuckrad-Barre bei Beckmann. Klicken Sie hier...
Veröffentlichungen von Benjamin von Stuckrad-Barre in Auswahl:
Remix.
Texte 1996-1999.
KiWi Taschenbücher Nr. 836 (2004)
ISBN: 3-462-03399-9, Preis: 9,90 Euro
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Deutsches Theater.
Goldmann Taschenbücher Bd .54191 (2003)
ISBN: 3-442-54191-3, Preis: 9 Euro
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Black Box.
Unerwartete Systemfehler.
Goldmann Taschenbücher Bd. 45166 (2002)
ISBN: 3-442-45166-3, Preis: 9 Euro
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Soloalbum.
Goldmann Taschenbücher Bd. 45203 (2002)
ISBN: 3-442-45203-1, Preis: 7,90 Euro
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Livealbum.
Goldmann Taschenbücher Bd. 45204 (2002)
ISBN: 3-442-45204-X, Preis: 7,90 Euro
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Voicerecorder
(Audio-CD)
Ausgewählte Erzählungen der Blackbox-Tournee. Gelesen vom Autor. Mit Gastbeiträgen von Charlotte Roche und Rainald Goetz
Der Hörverlag 2001
ISBN: 3-89584-880-8
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Anonym