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reticon-Report von Martin Ragg -- [09.02.2005]reticon-Report

Im Anschluss geht es dann wirklich mit „Computergeschichte“ los und schnell wird klar, dass die Geschichte der Automatisierung hin zu dem, was wir heute unter Computer verstehen, zuerst eine Geschichte der Mechanik ist. Der damalige „Computer“ ist vom Verwandtschaftsgrad eher ein Webstuhl denn ein PC. Eine große Galerie berichtet dann über die Pioniere der Computergeschichte. Zu nennen ist hier z.B. Herman Hollerith, der als Vater der Lochkartensysteme gilt.

Eines wird auf dieser Etage auch deutlich. Auch wenn Computer bei den Möglichkeiten dem immer ähnlicher werden, was wir heute darunter verstehen: Davon, dass ein Computer unter jedem Schreibtisch steht, ist man noch weit entfernt. Computer sind so teuer, dass nur Militär, Forschungseinrichtungen und Universitäten sich diese Ungetüme leisten können. Auch der reine Platzbedarf sprengt Dimensionen – Stromverbrauch und Kühlungssysteme gar nicht mit bedacht.

In der zweiten Etage findet man dann auch vielmehr heutige Computertechnik. Geräte aus der guten alten Zeit, Atari, IBM PCs usw. Daneben finden sich aber auch moderne Ungetüme wie z.B. eine Cray 2.reticon-Report

Der Schluss der Ausstellung bietet dann auch Ausblicke in die Zukunft – also weniger Geschichte der Computertechnik. Mit zwar schon etwas betagten SGI-Maschinen wird ein Ansatz von Virtual Reality möglich. Künstliche Intelligenz wird thematisiert und auch auf die heutigen Veränderungen durch neue Kommunikationswege wird eingegangen.

Insgesamt bietet das Museum vielfältige Einstiege für eine Reise in die Geschichte des Computers. Viele Ausstellungsstücke, die Möglichkeit Dinge und Geräte auch einmal anzufassen und aktiv auszuprobieren sprechen für die moderne Präsentationsform und eine zeitgemäße Museumspädagogik.

Dabei ist das Museum keineswegs nur etwas für „Computerverrückte“. Gerade die Kombination mit der Geschichte der Schrift und Kommunikation geben auch dem „klassischen Besucher“ viele interessante Einblicke.
Ein herzlicher Dank geht noch an die Pressestelle des HNF, die uns mit weiterem Material versorgte und uns freundlicher Weise eine Genehmigung für das Fotografieren im HNF gab!

Im Internet können Sie sich im HNF weiter informieren:
http://www.hnf.de/

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