Wie der Spiegel berichtet, haben die Bundesministerien ihre Mitarbeiterstäbe in den Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit und PR massiv aufgestockt. Im Außenministerium arbeiten nicht weniger als 113 Mitarbeiter im Dienste der positiven Außendarstellung des Wirkens von Herrn Steinmeier. Die Bundeskanzlerin zeichnet (egal unter welchen gesundheitlichen Bedingungen) einmal wöchentlich eine Videonachricht auf, während der WM ließen Öffenlichkeitsarbeiter eine kleine Kopie des Berliner Olympiastadions und des Reichstags nachbauen, das Bundesbildungsministerium flasht eine Kampagne (Ideen zünden!) nach der anderen (und launcht in dessen Gefolge Webseiten, verschickt Newsletter, lobt Preise aus, kündigt Kampagnen an usw.), Plakatkatserien informieren über Anliegen des Familienministeriums, usw. - alles zur Freude der Internetseiten produzierenden, Logos entwerfenden, Flyer druckenden Industrien und Dienstleistungsagenturen.
Dabei fragt man sich als Außenstehender insbesondere mit Blick auf die zahlreichen Agenturen, die als Texter, Designer, Entwickler usw. die eigentliche Arbeit machen - was machen eigentlich diese Hundertschaften von PR und Öffentlichkeitsarbeit in den Ministerien? Koordinieren? Kekse essen? iPods tauschen? In Berlin Mitte die Cafés verstopfen?
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G. de Haan