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DINI Workshop: Personalisierte Webportale

reticon-Report von Martin Ragg -- [12.09.2006]

In sehr schicker Umgebung fand am 11. un 12. September die Tagung "Personalisierte Webportale" am Erwin Schrödinger-Zentrum in Berlin statt. Das Schrödinger-Zentrum ist der Sitz des Computer- und Medienservice an der Humboldt Universität zu Berlin.
Das Zentrum ist von Architektur und Ausstattung ein wahrhafter Traum - davon kann manch anderes Rechenzentrum momentan nur träumen. Offene Architektur, hell und lichtdurchflutet und dabei gespickt mit "High-Tech". Aber Schönheit hat auch ihren Preis: Berlin Adlershof ist nun einmal nicht der Nabel der Welt, zwar noch Berlin aber doch "weit draußen". Dafür etablieren sich in Adlershof eine interessante Vielfalt an Einrichtungen.

Der Workshop selbst stellte in unterschiedlichen Clustern die Erfahrungen der Hochschulen mit "personalisierten Webportalen" vor. Portale sind momentan das In-Wort, so dass auch zwischenzeitlich die berechtigte Frage aufkam: Wie viele Portale braucht der Mensch (der Student, der Lehrende etc.).

Deutlich wurde auch, dass fast alle Hochschulen die gleichen brennenden Anliegen haben. Alle befinden sich tief in den Umstellungen, die der Bologna-Prozess ausgelöst hat. Neue Studiengänge, Modularisierung, deutlich mehr Prüfungen bei steigenden Studierendenzahlen und gleichbleibendem Personal.

So sind denn auch die Themen, die hinter dem Portalbegriff diskutiert werden: Elektronische Prüfungsverwaltung, Vorlesungsverzeichnis mit Belegen und Verteilen und die Basis eines jeden Portals: Identity Management mit definierten Rollen, Zugängen etc. Dazu kommt dann die Einbindung in den Webauftritt der Hochschule - hier rückt das Web-Content-Management-System in den Vordergrund.

Die Universitäten befinden sich hier in ständigem Austausch wie nicht zuletzt der Workshop zeigt, gehen allerdings durchaus unterschiedliche Wege. Das fängt bei der eingesetzten Software an und hört bei grundsätzlichen Strategien und der finanziellen respektive Personalausstattung auf.
Ausnahmen nach oben sind hier die Universität Hamburg, die in einem Großprojekt das komplette Thema im Hauruck-Verfahren lösen möchte. Seit einem Jahr arbeiten dort 20 Vollzeitmitarbeiter an den IT-Großbaustellen (Prüfungsverwaltung, EVV, Identity-Management) - hinzu kommt ein nicht weiter ausgeführter "einstelliger Millionenbetrag".
Davon können die meisten Hochschulen natürlich nur träumen und so gilt es von anderen zu lernen, das Rad nicht ständig neu zu erfinden und so etwas wie Allianzen zu bilden, um z.B. gegenüber Softwareherstellern ein größeres Gewicht zu bekommen.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter DINI-Webseite

Schon nach dem ersten Tag läßt sich ein positives Zwischenfazit ziehen. Ich werde interessante Einblicke, neue Ideen und nicht zuletzt neue Kontakte mit zurück an der Universität Bonn nehmen.

 

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