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Deus Ex Machina

reticon-Report von Martin Ragg -- [06.04.2004]

In der Recherche zu diesem Artikel bin ich noch auf eine andere Verwendung von Deus Ex Machina gestoßen. Aus diesem Grund zum Abschluss des Artikels ein Verweis auf ein Interview mit Roger Sennert zum Thema "Deus Ex Machina aus Sicht der Informatik".

Wir haben uns entschlossen das Interview als separaten Beitrag zu veröffentlichen, da es den Rahmen dieses Artikels gesprengt hätte.
Zum Interview mit Roger Sennert

Verwendete Quellen:

Nachfolgend die verwendeten Quellen zu diesem Artikel, z.T. habe ich die stichwortartigen Skizzen belassen, falls jemand sich tiefer mit diesem Thema beschäftigen möchte.


IDS Mannheim
http://www.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/artikel/Deusexmachina.pdf

Franziska Schröder: Wörter unter der Lupe
http://nextgalerie.de/deutsch/deus-ex-machina.htm

Deus ex Machina Goedart Palm   04.04.2001
SMS als virtueller Gottesbeweis oder: Zur Kommunion von Kirche und Medien
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/7274/1.html

Das Internet selbst als Deus ex machina, das plötzlich alle Probleme löst

Semantic Web als DEM, siehe c't

Brecht, Dreigroschenoper, der reitende Bote

Rosa Luxemburg: Akkumulation des Kapitals (Kap. 22)
Wird mit der Erweiterung der Produktion im Lande mehr Geld erforderlich, so wird eben auch die Goldproduktion dementsprechend erweitert.(5) Wir landen also schließlich glücklich beim Goldproduzenten, der schon bei Marx die Rolle des Deus ex machina spielt.

Aus einer Buchrezension:
Es gibt Bücher, die müssen nicht unbedingt sein - dies hier ist so eins. Gut, wer es mag, daß das Deus ex machina-Prinzip ausgiebig zum Einsatz kommt, wer sich nicht daran stört, daß die Motivationen einzelner Handlungen nicht unbedingt notwendig sind, wer sich damit zufrieden gibt, einer inkonseqenten und zusammengewürfelten Gesamthandlung zu folgen und sich an dumm-witzigen Wortspielen erfreuen kann, bitte.
http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz98_11/text44.htm


SPIEGEL ONLINE: "Deus Ex Machina" ist ein Stilmittel der griechischen Tragödie. Situationen, die aus der Handlung heraus nicht aufgelöst werden können, wurden durch das Eingreifen einer Gottesfigur gelöst. Damals schwebte die Gottesfigur in einer kranartigen Maschine über der Bühne. Wo steckt Gott bei Ihnen? In der Videospielkiste?
Smith: Der Spieler ist Gott. Die Kontrolle über Gen- und Nanotechnik bedeutet doch unbegrenzte Macht. Es gibt viele Auflösungen der Geschichte in dem Spiel. Aber in einem Ende, dem Happy End sozusagen, teilt sich die Menschheit friedlich die Technologie und erhält unbegrenzte Ressourcen. Verteilungskämpfe wären dann nicht mehr notwendig. Ein schöner Gedanke. Aber so muss es ja nicht kommen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,289094-2,00.html

Obervorsteher und Dirigenten der Schicksale (Golem, gleichgesetzt mit DEM), Stanislaw Lem
http://www.heise.de/tp/deutsch/kolumnen/lem/5706/1.html

Deus Ex Machina als Prinzip, das einen Unterschied zwischen Realität und Virtualität aufzeigt

Smith: Es gibt so genannte subversive Spieler, die eigene Interessen und Ziele entwickeln und nicht mehr die vorgeschlagene Storyline verfolgen. In "Deus Ex 1" gab es zum Beispiel Tretminen. Ein paar Spieler haben die aber nicht benutzt, um etwas in die Luft zu jagen, sondern haben sich mit den Bomben eine Trittleiter gebaut, um Wände hochzuklettern. Irgendwann krabbelten sie dann aus der Spiel-Landkarte heraus.
SPIEGEL ONLINE: Und erfuhren sie, was sich im Jenseits befindet?
"Possibility Rooms": Möglich ist, was die "Spiel-Physik" zulässt
Smith: Ja. Das sind Programmiererspäßchen. Man steht dann auf einem Würfel, der das Universum enthält, unter einem endlosen Sternenhimmel. Und dann stehen da noch eine Lampe und ein leeres Sofa. Wir hätten nicht gedacht, dass das mal jemand zu sehen bekommt. Aber die Leute lieben es. In einem Brief beschrieb das einer mal als spirituelles Erlebnis.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,289094,00.html


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