In der Recherche zu diesem Artikel bin ich noch auf eine andere Verwendung von Deus Ex Machina gestoßen. Aus diesem Grund zum Abschluss des Artikels ein Verweis auf ein Interview mit Roger Sennert zum Thema "Deus Ex Machina aus Sicht der Informatik".
Wir haben uns
entschlossen das Interview als separaten Beitrag zu veröffentlichen, da
es den Rahmen dieses Artikels gesprengt hätte.
Zum Interview mit Roger Sennert
Verwendete Quellen:
Nachfolgend die verwendeten Quellen zu diesem Artikel, z.T. habe ich die stichwortartigen Skizzen belassen, falls jemand sich tiefer mit diesem Thema beschäftigen möchte.
IDS Mannheim
http://www.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/artikel/Deusexmachina.pdf
Franziska Schröder: Wörter unter der Lupe
http://nextgalerie.de/deutsch/deus-ex-machina.htm
Deus ex Machina Goedart Palm 04.04.2001
SMS als virtueller Gottesbeweis oder: Zur Kommunion von Kirche und Medien
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/7274/1.html
Das Internet selbst als Deus ex machina, das plötzlich alle Probleme löst
Semantic Web als DEM, siehe c't
Brecht, Dreigroschenoper, der reitende Bote
Rosa Luxemburg: Akkumulation des Kapitals (Kap. 22)
Wird mit der Erweiterung der Produktion im Lande mehr Geld
erforderlich, so wird eben auch die Goldproduktion dementsprechend
erweitert.(5) Wir landen also schließlich glücklich beim
Goldproduzenten, der schon bei Marx die Rolle des Deus ex machina
spielt.
Aus einer Buchrezension:
Es gibt Bücher, die
müssen nicht unbedingt sein - dies hier ist so eins. Gut, wer es mag,
daß das Deus ex machina-Prinzip ausgiebig zum Einsatz kommt, wer sich
nicht daran stört, daß die Motivationen einzelner Handlungen nicht
unbedingt notwendig sind, wer sich damit zufrieden gibt, einer
inkonseqenten und zusammengewürfelten Gesamthandlung zu folgen und sich
an dumm-witzigen Wortspielen erfreuen kann, bitte.
http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz98_11/text44.htm
SPIEGEL ONLINE: "Deus Ex Machina" ist ein Stilmittel der griechischen
Tragödie. Situationen, die aus der Handlung heraus nicht aufgelöst
werden können, wurden durch das Eingreifen einer Gottesfigur gelöst.
Damals schwebte die Gottesfigur in einer kranartigen Maschine über der
Bühne. Wo steckt Gott bei Ihnen? In der Videospielkiste?
Smith: Der
Spieler ist Gott. Die Kontrolle über Gen- und Nanotechnik bedeutet doch
unbegrenzte Macht. Es gibt viele Auflösungen der Geschichte in dem
Spiel. Aber in einem Ende, dem Happy End sozusagen, teilt sich die
Menschheit friedlich die Technologie und erhält unbegrenzte Ressourcen.
Verteilungskämpfe wären dann nicht mehr notwendig. Ein schöner Gedanke.
Aber so muss es ja nicht kommen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,289094-2,00.html
Obervorsteher und Dirigenten der Schicksale (Golem, gleichgesetzt mit DEM), Stanislaw Lem
http://www.heise.de/tp/deutsch/kolumnen/lem/5706/1.html
Deus Ex Machina als Prinzip, das einen Unterschied zwischen Realität und Virtualität aufzeigt
Smith: Es gibt so genannte subversive Spieler, die eigene Interessen
und Ziele entwickeln und nicht mehr die vorgeschlagene Storyline
verfolgen. In "Deus Ex 1" gab es zum Beispiel Tretminen. Ein paar
Spieler haben die aber nicht benutzt, um etwas in die Luft zu jagen,
sondern haben sich mit den Bomben eine Trittleiter gebaut, um Wände
hochzuklettern. Irgendwann krabbelten sie dann aus der Spiel-Landkarte
heraus.
SPIEGEL ONLINE: Und erfuhren sie, was sich im Jenseits befindet?
"Possibility Rooms": Möglich ist, was die "Spiel-Physik" zulässt
Smith: Ja. Das sind Programmiererspäßchen. Man steht dann auf einem
Würfel, der das Universum enthält, unter einem endlosen Sternenhimmel.
Und dann stehen da noch eine Lampe und ein leeres Sofa. Wir hätten
nicht gedacht, dass das mal jemand zu sehen bekommt. Aber die Leute
lieben es. In einem Brief beschrieb das einer mal als spirituelles
Erlebnis.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,289094,00.html
Es ist einer der bösartigsten Fehler anzunehmen, die Pädagogik sei die Wissenschaft vom Kind – und nicht zuerst die Wissenschaft vom Menschen.
Janusz Korczak