
Wir
freuen uns, Ihnen eine Eindrücke
von der diesjährigen Cebit
präsentieren zu können. Für reticon
waren in diesem Jahr Roger Sennert
und Martin Ragg vor Ort. Wir freuen
uns, Ihnen einige Bilder und
Informationen zur Verfügung stellen
zu können.
Wir haben uns zu
verschiedenen neuen Projekten und
Technologien informiert, die im
Laufe diesen Jahres eingeführt
werden sollen. Insgesamt bemerkte
man, dass sich die gesamte Branche
in einem anderen Zustand befindet,
als die Jahre zuvor. Aber an vielen
Orten findet man einen schon fast
zwanghaften Optimismus, dass es
doch jetzt endlich mit neuen Ideen
aufwärts gehen müsse.
Wir
konnten uns angesichts, trotz
zurückgegangener Ausstellerzahlen,
nur einen ausgewählten Überblick
verschaffen.
Für uns interessante Themen, über die wir uns weiter informiert haben:
Der
Bereich Signierung und
Verschlüsselung, in erster Linie
bezogen auf die e-
Mailkommunikation, ist ein noch
sehr vernachlässigter Bereich. Bei
vielen Anwendern ist das
Bewusstsein nicht dafür geschärft,
dass das Versenden von e-Mails
vergleichbar ist mit der
Kommunikation über Postkarte. Der
Inhalt der jeweiligen Mails kann
mit technisch recht einfachen
Mitteln mitgelesen werden. Wenn
jemand genügend kriminelle Energie
besitzt und sich den Datentransfer
mitprotokolliert, z.B. innerhalb
eines Netzwerkes, oder auch auf den
Zwischenstationen einer e-Mail auf
der Reise durch das Internet, so
kann er den Inhalt der e-Mail im
Klartext lesen. Auf der
einen Seite gibt es also das
Bestreben, e-Mails zu
verschlüsseln, um ein einfaches
Mitlesen der Kommunikation zu
verhindern. Hinzu kommt noch eine
zweite Intention, e-Mails sollen
verbindlicher werden. Bisher
ist es so, dass auf Grund der
technischen Struktur des Netzes es
recht einfach ist, z.B. eine
Absenderkennung zu fälschen. Sie
können problemlos ihre
Absenderadresse ändern und so ist
es nicht möglich sich absolut
sicher zu sein, wer der wirkliche
Absender einer e-Mail ist. Gerade
bei rechtlich verbindlichen
Handlungen ist dies aber notwendig.
Hier betreten wir den Bereich
der Signierung von e-Mails. Diese
bekommt bildlich gesprochen einen
Stempel, der aussagt, dass
diese e-Mail von mir kommt. Diese
beiden Verfahren, Signierung und
Verschlüsselung hängen technisch
eng zusammen. Es gibt inzwischen
eine Reihe von Dienstleistern, so
genannten Trust-Centern, die
diese Verfahren anbieten.
Wir
haben uns beispielhaft bei der
Deutschen Post über den aktuellen
Stand informieren lassen. Die
Aktivitäten und Pläne in diesem
Bereich für das laufende Jahr haben
uns positiv beeindruckt und wir
warten gespannt, ob die
geweckten Erwartungen erfüllt
werden. Nicht unerwähnt bleiben
soll, dass weitere Trust-Center
(inzwischen gehören auch Banken
etc.) zu den Anbietern ähnliche
Aktivitäten gestartet
haben).
Falls Sie weitere
Informationen zu diesem
Themenkomplex haben möchten,
sprechen Sie uns gerne an.
Im Bereich digitales Fernsehen haben wir uns über das im Juli startende Angebot mhp informiert. Hierbei handelt es sich um neue Möglichkeiten im digitalen Bereich der Fernsehausstrahlung, die die verschiedenen Sender nutzen werden. Man hat sich in diesem Bereich auf einen Standard geeinigt und als erster Hersteller präsentierte Panasonic eine so genannte Set-Top- Box, die den neuen Standard unterstützt.
Neben der digitalen Ausstrahlung
werden über dieses neues System
recht einfach Zusatzinformationen
verfügbar, beispielsweise Infos zum
Programm.
Schade ist, dass trotz
des gemeinsamen Standards die
Implementierungen der Sender recht
unterschiedlich aussehen und damit
auch verschiedene Bedienweisen
erfordern. So teilt sich die Welt
hier wieder in öffentlich/rechtlich
und private Sender.
Auch das
Gerät von Panasonic lässt unserer
Meinung nach einige Wünsche offen,
die - laut Vertretern auf der
Messe - auch in naher Zukunft nicht
erfüllt werden. Bleibt zu hoffen,
dass mit Einführung des neuen
Standards andere Hersteller sich
dieses Marktes annehmen.
Der Bereich der mobilen Kommunikation bot unserer Meinung nach nicht sehr viel Neues. Umts war eher am Rande zu sehen und die Möglichkeiten dort waren aus unserer Sicht noch nicht "der Renner". Auffällig war, dass sich diese Halle versuchte sehr jugendlich zu geben, was sich meist in so lauter Musik an den Ständen äußerte, dass normale Gespräche dort meist nicht gut zu führen waren.
In Halle 11, die sich der Forschung und damit auch zum Teil den Hochschulen widmete, schauten wir uns dann nach Initiativen und Ideen im Bereich e- learning um. Fündig wurden wir z.B. bei der FhG. Das Projekt, das sich dort mit Lernen im Internet auseinandersetzte, stimmte uns allerdings eher skeptisch. Es wurden traditionelle Ansätze vertreten, die die "alten" Probleme aufwarfen. So konnten kaum eingebundene Inhalte gezeigt werden, es wurde eher Design und Programmierung gezeigt und die aktuelle Forschung beschäftigte sich mit der Evaluation von Lerntypen. Das kam uns altbekannt vor und die Probleme in diesen Bereichen, die wir aus anderen Projekten kennen waren hier nur sehr wenig andiskutiert.
Trotzdem fanden wir auch interessante Projekte. Das spannendste wurde von der Universität Koblenz/Landau vorgestellt. Hier stellte man ein schon sehr weit fortgeschrittenes System im Bereich Mathematik vor. Hier wurden klassische Mathematikbücher digital erfasst, in semantische Einheiten zerlegt und über Regelschemata untereinander in Beziehung gesetzt. Herausgekommen ist dabei ein Online- System, das zur Vorbereitung von Mathematikkursen an der Universität eingesetzt wird. Interessanterweise sind Lehrer und Lerner gleichermaßen beteiligt und das System unterstützt beide, indem es die Informationen darstellt und verwandte Bereiche in ihren Abhängigkeiten aufzeigt. Wir können an dieser Stelle das Projekt nur kurz umreißen, werden es aber demnächst auf reticon genauer vorstellen.
Unbekannt