
Zwei Dinge haben sich die Fernsehsender in Deutschland anscheinend in letzter Zeit einverleibt. Zum einen ist momentan alles super und dann dreht es sich um "Erziehung".
Super Nanny (RTL) und Supermamas (RTL II) waren Quotenerfolge und beschäftigten sich mit der "Therapie" von Kindern, Jugendlichen und ganzen Familien. Manch einer sprach auch von einer Wiederbelebung der Schwarzen Pädagogik. Zumindest vermittelten die Sendungen, dass Erziehung nach "Rezept" erfolgen kann und oft lief es auf eine wie auch immer geartete Konditionierung hinaus. Unbestritten, dass das funktioniert, aber ob Kinder "funktionieren" sollen, muss man da schon in den Raum werfen.
Nachdem die Kinder nun in den Familien therapiert sind, wendet sich die Fernsehlandschaft den Haustieren zu. Damit alles super bleibt, heißt das neueste RTL II Produkt "Super-Frauchen". Nun denn, endlich das Mittel gegen inkontinente Katzen. Zum Schluss noch ein nettes Zitat von Otto Steiner von Constantin Entertainment, der Produktionsfirma, die die Sendung produziert:
"Bei vielen
haben Haustiere hierzulande doch fast einen höheren Stellenwert als ihr Kind." (Quelle: SPIEGEL)
Niccolo Machiavelli