Mit großem Tam Tam wirft Microsoft dieser Tage das neue Windows Vista auf den Markt. Die zentrale Frage, die suggeriert wird heißt: Kaufen oder nicht kaufen? Und wenn ja, welche Version?
Daran entzünden sich erst einmal Glaubenskriege - wer sich schon immer zwischen OpenSuse und Ubuntu entscheiden musste, der wird den Hype um Vista nicht verstehen. Die Mac OS Fraktion lächelt milde über die Windows-Nutzer, die sich auf die Aero-Oberfläche freuen.
Die einen schimpfen derweil auf die angeblich hohen Preise, während die anderen noch versuchen die Unterschiede zwischen Upgrade-Lizenz, Voll-Lizenz, System-Builder und den jeweiligen Varianten darunter herauszufinden.
Anbei eine kurze, schmerzlose Übersicht - ganz ohne Kaufempfehlung: Wer es wirklich braucht, wird das schon wissen - wir selbst warten erst einmal ab, bis die Hardware-Hersteller mit Treibern nachgezogen haben, die ersten Erfahrungen da sind, stehen dann aber einem Wechsel durchaus offen gegenüber. Und zum Glaubenskrieg: Hier ist alles im Einsatz: von Ubuntu bis WindowsXP - und hätte IBM OS/2 weiterentwickelt, würden liebend gerne das nehmen.
Nachfolgende Zusammenfassung orientiert sich an den Empfehlungen aus dem Blog befehlszeile.de von Jens Wagner:
- Update/Upgrade Version
Geht von Windows 2000/Windows XP, das Update kann klappen, muss es aber nicht. Außerdem muss man das Upgrade immer über ein existierendes Windows 2000/XP machen, d.h. ein Vista auf einem leeren Rechner installieren, geht nicht! - OEM Version
"Wie die Vollversion, allerdings an das Mainboard gekoppelt. Läßt sich also nicht auf einem anderen Rechner übertragen bzw. schon nach einem Mainboardtausch hat man verloren." - Vollversion
"Kommt in bunter Verpackung, mit 32 und 64bit CD drin (man darf aber nur eine Verson gleichzeitig installieren). Zusätzlich sind noch zwei Supportanfragen bei Microsoft mit im Preis enthalten." - System Builder Version
"Das einzige was man von dem ganzen Mist empfehlen kann. Nicht viel teurer als ein Upgrade, halb so teuer wie eine Vollversion. Zwar ohne bunte Schachtel und nur entweder 32bit oder 64bit Version, aber für den Preisunterschied zur Vollversion könnte man sich ja auch direkt sowohl 32 und 64bit Systembuilder kaufen." (Zitate jeweils von Jens Wagner, befehlszeile.de
Danach gilt es zu entscheiden, welche Fassung es denn von Vista sein soll - da gibt es reichlich Auswahl, mit unterschiedlichen Funktionalitäten. Gegen Geld kann man auf höhere Versionen wechseln, der Datenträger ist bei allen Versionen gleich. Je nach Lizenz-Key werden die passenden Dinge installiert.
Für Privatanwender kommen in Frage:
- Home Basic
- Home Premium
- Business
- Ultimate
Wer aktuell eine Aktualisierung seines Systems in Erwägung zieht, sollte einfach mit einer Liste seiner Hardware anfangen und schauen, ob diese "Vista-kompatibel" ist.
Wer allerdings keine Eile hat - und seine Zeit sinnvoller als mit Betriebssystem-Wechsel verbringt - der wird sicher auch noch die nächste Zeit mit dem "alten" Windows zufrieden sein - oder dankend bei Linux & Co bleiben, jeder hat die Wahl.
Informationen rund um Vista erhalten Sie natürlich direkt bei Microsoft (lassen Sie sich dort nicht von der Windows-Vista-Show von Jochen Bendel, bekannt als Brig Brother Moderator, verschrecken und glauben Sie auch sonst nicht alles, was die PR verspricht :-) Ein Blick in aktuelle Computerzeitschriften wie z.B. c't oder Chip schaden sicher nicht. Auch das Web bietet in vielen Blogs hilfreiche Informationen.
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