Ebay kündigte heute voller Stolz eine Kooperation mit Mozilla an: "Auktionserlebnis für Firefox-Nutzer" heißt der Slogan. Neben aller PR zeigt sich hier eine doch fragwürdige Allianz, warum steckt die Mozilla Foundation Ressourcen in dieses Projekt und "verkauft" sich an Ebay?
Das beschriebene Ziel ist für Ebay-Nutzer vielleicht ganz nett: Ständig im Firefox seine Auktionen und Ebay-Aktivitäten im Blick zu haben, unabhängig von der Internetseite, auf der man sich gerade befindet.
Doch das Konzept in Firefox heißt dazu "Extension" bzw. "Addon". Niemand hindert Ebay daran ein Addon zu programmieren und den Nutzern zum Download zur Verfügung zu stellen. Natürlich verständlich, dass man es am liebsten sieht, wenn die Erweiterung standardmäßig installiert wird - doch gerade dafür sollte sich Mozilla nicht zur Verfügung zu stellen.
Den Charme des Programms macht seine schlanke Basis aus, der Nutzer entscheidet, welche Addons er benötigt. Aber allmählich entwickelt sich dort wieder der große Container, der jede Menge mitbringt. Voreingestelltes Suchfeld, das auf Google, Amazon, Yahoo, Ebay etc. verweist. Demnächst noch das Ebay-Plugin. Ziel dahinter ist doch jeweils nur, die Nutzer der Browser zur Benutzung von bestimmten Diensten und Webseiten zu lotsen.
Mozilla sollte sich genau überlegen, ob sie hier dauerhaft im Sinne der breiten Nutzerbasis handeln, Kooperationen mit "Branchengrößen" sind sicher nett - doch in erster Linie für die Player wie Google und Ebay, die so hoffen ihre Positionen weiter auszubauen.
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