"Ideen zünden" ist das neue Motto mit dem das BMBF Akzente setzen möchte. Markig werden 1,5 Millionen Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche Hightech angekündigt.
14,6 Milliarden Euro wird der Bund in "Hightech" in den nächsten drei Jahren investiert. Insgesamt enthält die BMBF-Meldung eine Sammlung vieler markiger Statements und verzichtet natürlich auch nicht auf die notwendigen Buzzwords: Hightech, Innovation, Spitzentechnologie usw.
Auch optisch setzt sich das BMBF nun von der Vorgänger-Regierung ab - hübsch grell orange, so muss Innovation aussehen.
1,5 Millionen Arbeitsplätze sollen entstehen - allerdings taucht die Zahl außer im Titel nur einmal im Text auf und wird dort auch nicht weiter belegt: ""Bei konsequenter Umsetzung können so in den kommenden Jahren bis zu 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze in den Zukunftsbranchen entstehen", sagte Schavan." (Quelle: BMBF)
Ich möchte sicherlich die Initative nicht kleinreden, aber das ganze kommt wie ein großes Sammelsurium vor - nicht zuletzt an Internetadressen.
So verweist die Pressemitteilung auf www.ideen-zuenden.de , doch gibt man das ein, landet man doch nur wieder auf einer BMBF-Seite (http://www.bmbf.de/de/6608.php). Die Links, die das Thema näher erläutern gehen dann auf www.hightech-strategie.de
Grundsätzlich zeigt sich, dass Forschung und Wissenschaft enger zusammenrücken sollen - es geht jetzt um Produkte,Nutzen und überprüfbare Erfolge. Das ist sicherlich nicht verkehrt, aber ob man das gezielt verordnen kann?
Schaut man sich Unternehmen wie z.B. Google an, dann liegt ein Erfolg sicherlich darin, dass Mitarbeiter dort Freiheiten haben, sich mit Projekten zu beschäftigen, die nicht auf ein Produkt ausgerichtet sind, sondern manche scheitern und einige wenige sind dann nachher wirklich ein (Beta)Produkt.
So viel hier konkretes gefordert wird - so unkonkret sind manche der Dinge selbst. Auf der anderen Seite möchte ich nicht mäkeln, jede Förderung im Bereich von Wissenschaft und Bildung ist sicher begrüßenswert.
Die ganze Meldung des BMBF gibt es unter: http://www.bmbf.de/press/1863.php
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