Bayern und Niedersachsen sind mit der Forderung nach einem generellen Verbot von gewalthaltigen Computerspielen und einer Verschärfung des Strafrechts im Bundesrat auf Widerstand gestoßen. Ein entsprechender Antrag Antrag Bayerns auf ein Totalverbot wurde an die Ausschüsse verwiesen. Grundsätzliche Entscheidungen werden erst im Herbst erwartet.
Armin Laschet, CDU-Familienminister aus NRW, sagte im Bundesrat, es gebe keinen Mangel an Gesetzen, sondern ein Vollzugsdefizit bei bestehenden Gesetzen. Er verwies auch darauf, dass ein notwendiger Zusammenhang zwischen den Amokläufen Jugendlicher wie in Emsdetten oder Erfurt mit dem Konsum von "Killerspielen" nicht nachgewiesen werden könne und eine automatische Herstellung eines Zusammenhangs vorschnell sei. Die Spiele bewirkten Gewalttaten nicht ursächlich, sondern wirkten nur verstärkend auf bereits vorhandene Neigungen.
Nun wird das Thema in den Ausschüssen bearbeitet. Die Bundesregierung will zunächst die bestehenden Regelungen wissenschaftlich bewerten lassen.
Weitere Informationen:
Killerspiele und Bildung: Deutschland nach Pisa
Debatte nach Amoklauf von Emsdetten
The Usual Suspects
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