Bundesbildungsministerin Schavan hat heute die Vorschläge von zwei Expertenkommissionen zur Förderung der Weiterbildung vorgestellt: Bildungssparen als Instrument in der beruflichen Weiterbildung. Gleichzeitig sollen finanzielle Anreize mehr Menschen für Weiterbildung begeistern.
Inzwischen ist es ja modern, dass zu allen Themen ersteinmal Expertenkommissionen einberufen werden - das gehört wohl zum 21. Jahrhundert. Der Presseabteilung ist das teilweise wohl auch nicht ganz geheuer, in dem Hinweis auf der PDF des Gesamtgutachtens wird schon davor "gewarnt", dass hier 300 Seiten Text drohen.
Die Zusammenfassung lautet dann so:
Das grundsätzliche Problem bleibt auch nach Jahren weiterhin ersteinmal akut: Seit Jahren wird allerorts von lebenslangem Lernen, der Bedeutung von Weiterbildung, dem schnellen Verfall von Wissen etc. gesprochen - nur die Teilnehmerzahlen zeigen, dass zwischen Idee und Nachfrage wohl noch eine große Lücke existiert. Je geringer das Bildungsniveau, desto geringer ist auch die Bereitschaft an Weiterbildung teilzunehmen - keine glückliche Entwicklung."Die Experten haben auf Basis ihrer Studien ein Modell entwickelt, das drei neue Unterstützungsangebote vorsieht. Zum einen eine Weiterbildungsprämie in vorgeschlagener Höhe von 154 Euro. "Sie ist von zentraler Bedeutung, um möglichst viele Menschen für die Weiterbildung zu gewinnen. Damit ließe sich bereits die Hälfte aller derzeit getätigten beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren", sagte Dohmen. Daneben sieht der Expertenvorschlag eine Erweiterung des Vermögensbildungsgesetzes vor. Anders als bisher soll es zukünftig vor Ablauf der siebenjährigen Ansparfrist möglich sein, Geld für Weiterbildungszwecke zu entnehmen. Drittes Finanzierungsinstrument zur Weiterbildung soll ein Darlehen sein, mit dem zeitnah auch Mittel für kostenintensivere Maßnahmen zur Verfügung stehen. Im Gutachten wird empfohlen, die drei Instrumente kombinierbar zu machen, um eine möglichst einfache und flexible Weiterbildungsfinanzierung anzubieten." (Quelle: BMBF)
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