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Institut für Sexualpädagogik

Weiterbildung "Sexualpädagogik" macht Pädagogen fit

29.12.2008, (RK)

Die Zeit der Pubertät ist für Jugendliche und deren Umfeld oftmals eine besondere Zeit, geprägt von zahlreichen physischen und psychischen Veränderungen. In einer aufgeklärten und derart liberalen Gesellschaft wie heute, so sollte man vermuten, stellen Sexualität und Aufklärung kein großes Problem mehr dar. Dennoch: Bei einer vordergründig sexualisierten (Medien)Umwelt bleibt das Reden über Sexualität ein heikles Thema. Wie kann es im Alltag von Schule eingebunden werden? Das Institut für Sexualpädagogik in Dortmund bietet Pädagoginnen und Pädagogen mit einer anerkannten Fortbildung das Rüstzeug für eine angemessene Einbeziehung des Themas "Sexualität" in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

In Zeiten des Internets sind - so scheint es - die letzten Mauern des "Schonraums Kindheit" gefallen. Bilder - nicht zuletzt von Sexualität - sind auch für Kinder und Jugendliche zugänglich und beeinflussen diese in der Phase ihrer Identitätsfindung. Zumal die Pubertät heute unter dem allgegenwärtigen Eindruck medial aufbereiteter Ideale und grafisch getunter Superkörper unter „verschärften Bedingungen“ stattfindet.

Wenn Popstars sich in Musikvideos in der Kulisse von Stripclubs an Tanzstangen räkeln, die alles dominierende HipHop Kultur in unzweideutigen Texte und symbolischen Chiffren eine pornographisierte Welt als Normalzustand vermitteln, stellt sich für Jugendliche die Frage, wie sie ihre Lebenswirklichkeit mit den propagierten Codes in Einklang bringen können.

Viele Kernfragen im Zuge von Pubertät sind immer noch dieselben wie vor 10 oder 20 Jahren“, erklärt Doris Schulte vom Institut für Sexualpädagogik in Dortmund. "Liebe, Partnerschaft, Werte und Normen, Sexualität, körperliche Veränderungen, Erotik, Verhütung und vieles mehr wecken Neugier und Lust aber auch Verunsicherung und Orientierungswünsche."  Seit 9 Jahren leistet die Sexualpädagogin in Schulklassen Aufklärungsarbeit oder vermittelt Multiplikatoren in Fachvorträgen, Seminaren und Fortbildungen Methoden, um mit Kindern und Jugendlichen über die Sache mit den Bienen und den Blumen zu sprechen.

Verunsicherung und Bedarf nach Ortientierung findet sich aber nicht zuletzt Pädagogen in ihrem Berufsalltag. Wenn Jungen und Mädchen in die Pubertät kommen, stellt sich die Frage, wie man damit in Schule und außerschulischer Jugednarbeit mit dem Thema "Sexualität" umgeht.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen rund um das Thema Sexualität fordert ein ganz besonderes inhaltliches Wissen aber eben auch besondere pädagogische Kompetenzen z.B. in Sachen Beratung und Begleitung oder didaktischen Fähigkeiten: Wie kann ich ein Thema wie „Kondomgrößen“ mit einer 30köpfigen Gruppe von 15jährigen bearbeiten, ohne, dass es für die Jugendlichen peinlich wird oder zu abstrakt bleibt?“, erklärt Doris Schulte.

Diese Fähigkeiten zu vermitteln, ist eine unter zahlreichen Aufgaben, denen sich das Institut für Sexualpädagogik (isp) in Dortmund widmet. Seit über 20 Jahren bieten ISP-Dozentinnen und Dozenten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol (Inhouse) Seminare, Vorträge und Fortbildungen sowie eine 15 monatige Weiterbildung zu aktuellen sexualpädagogischen Themen wie z.B. zu Sexualität und Medien, interkultureller Sexualpädagogik, Schwangerschaft bei Teenagern, sexualpädagogischen Methoden, Sexualität in unterschiedlichen Lebensphasen, Sexualität und Recht uvm.

Das große Interesse an den Angeboten des ISP´s bestätigt den Bedarf. Denn auch in Zeiten allgegenwärtiger Informations- und Aufklärungsmöglichkeiten bleiben das persönliche Gespräch mit Jugendlichen und Erwachsenen sowie die Möglichkeit, Fragen stellen zu können für viele Jugendliche von zentraler Bedeutung. Wie nun aber diese Themen, welche im Lehrplan stehen, so in den Schulalltag integrieren, dass es für alle Beteiligten spannend, abwechslungsreich und informativ ist ohne peinlich und unangenehm zu werden? Auch hier bietet das ISP kompetente Unterstützung an.

Bis 31. Dezember anmelden

Wer sich langfristig qualifizieren möchte, ist bei der anerkannten sexualpädagogischen Weiterbildung genau richtig. Sie richtet sich an haupt- und ehrenamtlich in Präventions- und Bildungsarbeit, Beratung, Erziehung oder in der Pflege tätige Personen, die sich für den alltäglichen Umgang mit Sexualität in ihren Institutionen und für geplante sexualpädagogische Arbeit mit bestimmten Zielgruppen (weiter-)qualifizieren möchten.

Im Februar 2009 startet die nächste Weiterbildungsgruppe. Die Weiterbildung umfasst acht 3-4tägige theorie- und praxisbezogene Seminarblöcke zu unterschiedlichen sexualpädagogischen Schwerpunktthemen. Insgesamt erstreckt sich die Weiterbildung über einen Zeitraum von 14 Monaten. Seminarort ist die Bildungsstätte Haus Villigst.

Noch bis zum 31.Dezember 2008 kann man sich beim ISP anmelden. Ausführliche Informationen zu Seminarthemen, Anmeldemöglichkeiten und Kosten dieser Weiterbildung auf den Internetseiten des Instituts für Sexualpädagogik unter www.isp-dortmund.de

 

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