Am 04. März 2006 wird der bekannte Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng an der Universität Münster einen Vortrag über sein Projekt Weltethos halten. Der Vortrag bildet gleichzeitig den Abschluss für die ersten Absolventen des Studengangs "Angewandte Ethik".
Der Vortrag dürfte sehr interessant sein, nicht zuletzt im Rückblick auf die letzten Debatten im "Karikaturenstreit". Wie steht Küng als einer der Vertreter derjenigen zu diesem Streit, der de Gemeinsamkeiten der Religionen in en Mittelpunkt rückem möchte."
Küng ist der Überzeugung, dass der Frieden zwischen den Nationen eng mit Frieden und Dialog zwischen den Religionen verbunden ist und dass für diesen Dialog religionswissenschaftliche Grundlagenforschung notwendig ist. 1990 stieß der damals in Tübingen lehrende Theologe in einer Programmschrift das "Projekt Weltethos" an. Seinen ersten weltweiten Widerhall fand das Projekt 1993 mit der "Erklärung zum Weltethos" des Parlaments der Weltreligionen in Chicago. Dort verpflichteten sich die Vertreter der Weltreligionen zu vier unverrückbaren Prinzipien: Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung.
Mit solchen allgemeinen Prinzipien, aber auch mit speziellen ethischen Fragen, unter anderem zur Umwelt-, Wirtschafts- oder Wissenschaftsethik setzt sich der Weiterbildungs-Studiengang "Angewandte Ethik" auseinander. Er wendet sich an berufserfahrene Personen, die in ihrem Erwerbsleben in besonderem Maße mit ethischen Problemen konfrontiert sind, sei es in der Medizin, der Industrie, den Medien oder der Politik. Im April beginnt der nächste Kurs des Studienganges." (Quelle: Pressemitteilung Universität Münster)
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