Hintergrund der Diskussion sind die Verhandlungen, die die Bundesanstalt für Arbeit mit den etablierten Online-Jobbörsen führte, mit dem Ziel im Rahmen eines großen virtuellen Arbeitsmarktes zu kooperieren.
Diese Gespräche sind nun ergebnislos beendet worden, weitere Termine wurden nicht vereinbart - damit dürfte dieses Projekt gescheitert sein.
Die Kritik der Jobbörsen bezieht sich auf das Hineindrängen der Bundesanstalt in diesen Bereich. Nach eigenen Angaben, vermitteln die kommerziellen Jobbörsen eher "wechselwillige" Fach- und Führungskräfte. Diesen Markt möchte die Bundesanstalt mit bearbeiten, da hier Erfolgszahlen zu erzielen sind, die ihr bisher fehlen. Vorwurf der Jobbörsen: hier kommt ein durch Steuern finanzierter Mitbewerber, der sein Angebot kostenlos anbieten kann und auf diesem Weg die eigenen Vermittlungszahlen aufpolieren möchte.
Dieser Vorwurf ist sicher nicht von der Hand zu weisen, das Kerngeschäft der Bundesanstalt sollte sicher auf einem anderen Gebiet liegen und nicht darin bestehen, Menschen mit Job in einen anderen, evtl. besseren Job zu vermitteln. Und das bitte auch nicht aus Steuergeldern.
Wir beobachten die weitere Entwicklung für Sie und halten Sie auf reticon auf dem Laufenden.
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