In Düsseldorf wurden jetzt die New Media Awards verliehen. Zur besten Online-Kampagne wurde "Ron Hammer" gekürt, eine virale Marketingkampagne. Dass diese Kampagne oft jenseits aller journalistischen Grundsätze verläuft, wird bei den New Media Leuten erst gar nicht thematisiert.
Virale Kampagnen, die "unter falscher Flagge" das Web 2.0 erobern stehen momentan hoch im Kurs. Ein Werbevideo prominent auf Youtube & Co zu platzieren, ist anscheinend der feuchte Traum der PR-Menschen. Dazu gehört natürlich, dass die Kampagne durch das "Volk" dorthin gespült werden soll - also nur an gezielten Stellen Geld für Werbung in die Hand nehmen.
Auf der einen Seite soll so "die breite Masse" zum willigen Dienstleister für die PR-Agenturen werden, diverse Beispiele aus der Blogwelt gibt es genügend. So richtig erfolgreich war davon kaum eine Kampagne (zumindest nicht nachhaltig). Flankiert wurde die "Ron-Kampagne" auch durch die EInbeziehung der klassischen Medien, die die Aktion unterstützen sollten. Dass hierbei die Grenze zwischen Journalismus und PR ohne großes Nachfragen weggewischt wird, interessiert kaum jemanden.
Nun bekommt die Kampagne noch einen Preis, die Jury natürlich mit PR-Menschen besetzt und das ganze über PR-Portale wie nrwmedia in die Welt gegeben.
Uns bleibt einzig die Hoffnung, dass die breite Masse sich nicht für alles instrumentalisieren lassen.
[Update 02.05.2007, 17:20]
Links erweitert.
Die Kampagne "Ron Hammer" wirbt für eine Baumarktkette.
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