Heute wurde eine Studie zur Lage der Kinder in Deutschland durch die Unicef vorgestellt. Von 21 untersuchten Ländern findet sich Deutschland nur auf Platz 11. Vorgestellt wurden die Ergebnisse durch die deutsche Unicef-Vorsitzende Heide Simonis.
Kernkritik ist, dass es in Deutschland keine verlässliche Lebensumwelt gebe. Hier lagen vor allem kleinere Länder vor Deutschland. Als besonders kinderfreundlich gelten demnach die Niederlande, Schweden, Dänemark und Finnland.
Wie so häufig bei diesen Studien schwenkt jetzt der Medienfokus kurzfristig auf das Thema. Schaut man bei Google-News findet man hunderte Artikel zum Thema Kinder - genauso schnell wird das Thema wahrscheinlich wieder von der Agenda verschwinden (leider). Für Medien sind die Ranglisten wunderbar, es wird schnell dramatisiert aber wenig über Ideen debattiert, denn das ist nicht in kurzer Zeit und auf die Schnelle zu erledigen.
Dem Eindruck kann man sich nicht verwehren, dass immer wieder die schon bekannten Dinge aus unterschiedlichen Ecken neu aufgelegt werden. Ein Blick auf die "Nordländer" schadet auf keinen Fall - die Aussage von fast 40 Prozent der deutschen Kinder, dass sie sich wünschten, dass ihre Eltern richtig mit ihnen reden würden, kann dann allerdings auch Politik nur in Ansätzen ändern.
"In die Studie bezog UNICEF Faktoren aus sechs Lebensbereichen ein. Dazu zählen die materielle Situation von Kindern, ihre Gesundheit und ihre Bildung. Die Studie berücksichtigt aber auch die Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen, die Lebensweise und Risiken sowie die Selbsteinschätzung von Kindern und Jugendlichen. Auf diese Weise entscheidet zum Beispiel die Wirtschaftsleistung eines Landes oder seine Bildungspolitik nicht vorrangig über die Situation von Kindern. Viele Daten stammen allerdings aus bereits bekannten Untersuchungen wie zum Beispiel der PISA-Bildungsstudie." (Quelle: ZDF)
Die ganze Studie erhalten Sie hier:
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