In einer Pressemitteilung nimmt die Universität Bonn Stellung zur aktuellen Debatte rund um das Urheberrecht. Befürchtet werden massive Einschränkungen und Nachteile im wissenschaftlichen Bereich.
"Besonders gravierende Folgen werde die Einschränkung des Dokumentenlieferdienstes für Wissenschaftler und Studierende haben, heißt es aus der Universität Bonn. Vor Ort fehlende Zeitschriftenartikel dürften anders als bisher nicht mehr elektronisch von anderen Bibliotheken bezogen werden, wenn ein entsprechendes kostenpflichtiges Angebot der Verlage existiert. Der Preis dafür liegt pro Artikel bei ca. 30 bis 50 Euro - dabei käme schnell eine utopische Summe zusammen.Fazit ist, dass die geplante Neuregelung den Bedürfnissen gerade der Hochschulen nicht gerecht wird:
Die Bibliotheken haben seit Jahren erheblich in die Infrastruktur für den elektronischen Lieferdienst investiert. Er wird nun möglicherweise obsolet. "Auf Studierende und Forscher könnten massive private Kosten für die Versorgung mit notwendiger Literatur zukommen", sagt Rektor Winiger. Die in Hochschule und Wissenschaft seit jeher übliche und selbstverständliche Funktion der "Fernleihe", die vor Ort nicht vorhandene Literatur schnell und kostengünstig zur Verfügung zu stellen, werde durch das neue Urheberrecht ausgehebelt. " (Quelle: Pressemitteilung Universität Bonn)
"Die Universität Bonn plädiert für die bewährte Praxis mit weitreichenden Freiheiten der Wissenschaft und Lehre im Bezug auf das Urheberrecht. Die Universität ist Mitglied des Aktionsbündnisses "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"." (Quelle: Pressemitteilung Universität Bonn)Weitere Informationen
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